Die 72-Stunden-Aktion
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Hilfe - 72 Stunden lang: Die Jugendlichen des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend packen wieder an.
"Es ist toll, dass viele unserer Projekte bis heute Bestand haben", sagt Dominikus Holzheimer vom Diözesanverband Hildesheim der katholischen Jugend. Im Jahr 2008 hatte der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDJK) bereits bei einer 72-Stunden-Hilfsaktion mitgemacht. Damals waren 80 Gruppen im Einsatz, die sich rund um Hildesheim engagierten. Unter anderem hatten Göttinger Jugendliche in einem Kloster einen Brunnen gebaut und Ziegelsteine für die Restaurierung der Anlage hergestellt. Dass die Jugendlichen diesmal genauso aktiv sind, davon ist Holzheimer überzeugt. Schließlich haben sich schon wieder mehr als 80 Jugendgruppen bei "Uns schickt der Himmel" angemeldet, um ab Donnerstag 72 Stunden lang gemeinnützig zu arbeiten.
Am Donnerstag startet bundesweit die 72-Stunden-Aktion der katholischen Kirche. Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hat nun deren Hintergründe vorgestellt.
Auch Silvia Bäumer, BDKJ-Vorstand im Bistum Osnabrück, sammelt derzeit die letzten Anmeldungen. Bislang wollen dort 126 Gruppen mitmachen. Das wäre ein neuer Rekord, sagt sie. Denn bei der Erstauflage der Hilfsaktion 2006 hatten sich - damals organisiert von der katholischen Landjugend - noch 77 Gruppen von Osnabrück bis Aschendorf beteiligt. Bäumers Vorstandskollege Michael Franke ist begeistert, dass sich in diesem Jahr schon eine so große Beteiligung abzeichnet. "Und da behaupte noch mal einer, die Jugend von heute sitzt nur noch am Computer und macht Twitter und Facebook", sagt er.
Anders als in Hildesheim wissen die Jugendgruppen im Bistum Osnabrück noch gar nicht, welche Hilfsprojekte sie innerhalb von drei Tagen umsetzen sollen. Von der Gestaltung eines Kinderspielplatzes, der Organisation eines Seniorennachmittags bis zum Bau eines Baumhauses ist alles möglich. Aber alle Aufgaben sind so gestaltet, dass sie in 72 Stunden lösbar sind, beruhigt BDJK-Vorstand Franke. Schließlich sollen die Jugendlichen nicht überfordert werden.
Bundesweit beteiligen sich an der 72-Stunden-Aktion der katholischen Jugend insgesamt 27 Bistümer mit zusammen mehr als 170.000 Freiwilligen. Aber nicht nur katholische Gruppen sind dabei: Auch evangelische und ökumenische, Jugendfeuerwehren, Sportvereine und Chöre machen mit. Damit ist die diesjährige Aktion "Uns schickt der Himmel" die bislang größte Jugend-Sozialaktion Deutschlands.