Damit es dem Haustier gut geht
Menschen werden immer älter, ihre Haustiere ebenfalls. mehr
Niedersachsen schrumpft. Bis 2030 geht die Einwohnerzahl um knapp fünf Prozent zurück. Das ist mehr als im Bundesdurchschnitt. Aber: In kaum einem anderen Bundesland sind die regionalen Unterschiede so stark wie in Niedersachsen. Hallo Niedersachsen blickt in der Wochenserie "Chance im Wandel" auf ein Gesellschaftsphänomen, das den einen Vorteile bringen oder zu einem Problem der Zukunft werden könnte.
Demografischer Wandel: Bis zum Jahr 2030 werden knapp fünf Prozent weniger Einwohner in Niedersachsen wohnen - wenn weiterhin so wenig Kinder geboren werden wie bisher.
Hier wird die Bevölkerung weniger: Osterode im Harz gilt schon heute als ältester Landkreis Deutschlands. Der Landkreis Cloppenburg im Westen hingegen weist die höchste Geburtenrate im ganzen Bundesgebiet auf. Einen dramatischen Bevölkerungsrückgang verzeichnen voraussichtlich der Süden Niedersachsens, der Harz und das Weserbergland. Einige Regionen verlieren mehr als 15 Prozent ihrer Einwohner. In der Mitte des Landes sind die Verluste nicht ganz so stark. Der Westen kann in den nächsten Jahren sogar noch ein wenig zulegen, genauso die Gegend um Lüneburg, die von der Großstadt Hamburg profitiert.
Statistiken prognostizieren eine abnehmende Bevölkerungs-Entwicklung für Osnabrück.
Die Landesregierung will im April ein Konzept zum demographischen Wandel vorlegen. Dass sich kommunale Strukturen verändern werden, davon geht Ministerpräsident David McAllister (CDU) aus. Nicht nur Kommunen sollen zusammengelegt werden, auch Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen stehen auf dem Prüfstand. Der Wandel kann auch eine Chance bedeuten: In Schulen könnten Kapazitäten für eine Ganztagsbetreuung geschaffen werden und Kindergärten Krippenplätze einrichten - wenn es noch genug Kinder gibt. Denn die am stärksten wachsende Altersgruppe sind ältere Menschen. In den nächsten 30 Jahren wird sich allein die Zahl der über 80-Jährigen mehr als verdoppeln, was eine riesige Herausforderung für Verbände wie Diakonie oder Caritas darstellt, die sowohl Kindergärten als auch Senioreneinrichtungen unterhalten und das Angebot den sich wandelnden Bedürfnissen anpassen müssen. "Im Bereich von Altenheimen zum Beispiel heißt das, nicht einfach die Zahl der Plätze erhöhen, sondern ein differenziertes Angebot schaffen", sagt Hans-Jürgen Marcus von der Caritas.
Neben den Kommunen und Verbänden ist es vor allem die Wirtschaft, die den demografischen Wandel zu spüren bekommt. Die Arbeitskräfte werden älter - und sie werden weniger. Da gilt es, jedes Potential zu nutzen. Familienministerin Aygul Özkan (CDU) meint: "Es wird weniger darauf ankommen, woher Menschen kommen, sondern was sie können. Das gilt für Frauen wie auch für Menschen mit Migrationshintergrund." Mütter, Migranten, Ältere, gering Qualifizierte: Für all diejenigen, die für den Arbeitsmarkt bisher weniger attraktiv waren, kann der demografische Wandel eine echte Chance sein, vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen stimmen.