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Die Serie: Chance im Wandel
Kranker Hund mit Gips und Halskrause © picture-alliance / OKAPIA KG, Ge Fotograf: J-L Klein & M-L Hubert
 

Damit es dem Haustier gut geht

Menschen werden immer älter, ihre Haustiere ebenfalls. mehr


Die Tiflingeroder werden immer weniger

Bürgermeister Gerd Goebel (CDU) will Familien anlocken. mehr


Nachwuchskräften Wissen vermitteln

Anstelle die Rente zu genießen, beraten Senioren die Nachwuchskräfte. mehr


Klinik-Zukunft in einer aussterbenden Stadt

Die Bevölkerung im Süden Niedersachsens wird immer weniger - und älter. mehr

 

Demografischer Wandel: Die Fakten

von Annette Deutskens

Niedersachsen schrumpft. Bis 2030 geht die Einwohnerzahl um knapp fünf Prozent zurück. Das ist mehr als im Bundesdurchschnitt. Aber: In kaum einem anderen Bundesland sind die regionalen Unterschiede so stark wie in Niedersachsen. Hallo Niedersachsen blickt in der Wochenserie "Chance im Wandel" auf ein Gesellschaftsphänomen, das den einen Vorteile bringen oder zu einem Problem der Zukunft werden könnte.

Chance im Wandel

Demografischer Wandel: Bis zum Jahr 2030 werden knapp fünf Prozent weniger Einwohner in Niedersachsen wohnen - wenn weiterhin so wenig Kinder geboren werden wie bisher.

Stirbt die Bevölkerung im Harz aus?

Hier wird die Bevölkerung weniger: Osterode im Harz gilt schon heute als ältester Landkreis Deutschlands. Der Landkreis Cloppenburg im Westen hingegen weist die höchste Geburtenrate im ganzen Bundesgebiet auf. Einen dramatischen Bevölkerungsrückgang verzeichnen voraussichtlich der Süden Niedersachsens, der Harz und das Weserbergland. Einige Regionen verlieren mehr als 15 Prozent ihrer Einwohner. In der Mitte des Landes sind die Verluste nicht ganz so stark. Der Westen kann in den nächsten Jahren sogar noch ein wenig zulegen, genauso die Gegend um Lüneburg, die von der Großstadt Hamburg profitiert.

Was der demografische Wandel für Niedersachsen bedeutet

Ein Ausschnitt einer Grafik zur Entwicklung der Demographie in Osnabrück. © Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen Detailansicht des Bildes Statistiken prognostizieren eine abnehmende Bevölkerungs-Entwicklung für Osnabrück. Die Landesregierung will im April ein Konzept zum demographischen Wandel vorlegen. Dass sich kommunale Strukturen verändern werden, davon geht Ministerpräsident David McAllister (CDU) aus. Nicht nur Kommunen sollen zusammengelegt werden, auch Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen stehen auf dem Prüfstand. Der Wandel kann auch eine Chance bedeuten: In Schulen könnten Kapazitäten für eine Ganztagsbetreuung geschaffen werden und Kindergärten Krippenplätze einrichten - wenn es noch genug Kinder gibt. Denn die am stärksten wachsende Altersgruppe sind ältere Menschen. In den nächsten 30 Jahren wird sich allein die Zahl der über 80-Jährigen mehr als verdoppeln, was eine riesige Herausforderung für Verbände wie Diakonie oder Caritas darstellt, die sowohl Kindergärten als auch Senioreneinrichtungen unterhalten und das Angebot den sich wandelnden Bedürfnissen anpassen müssen. "Im Bereich von Altenheimen zum Beispiel heißt das, nicht einfach die Zahl der Plätze erhöhen, sondern ein differenziertes Angebot schaffen", sagt Hans-Jürgen Marcus von der Caritas.

Neue Chancen für Arbeitsmarkt-Außenseiter

Neben den Kommunen und Verbänden ist es vor allem die Wirtschaft, die den demografischen Wandel zu spüren bekommt. Die Arbeitskräfte werden älter - und sie werden weniger. Da gilt es, jedes Potential zu nutzen. Familienministerin Aygul Özkan (CDU) meint: "Es wird weniger darauf ankommen, woher Menschen kommen, sondern was sie können. Das gilt für Frauen wie auch für Menschen mit Migrationshintergrund." Mütter, Migranten, Ältere, gering Qualifizierte: Für all diejenigen, die für den Arbeitsmarkt bisher weniger attraktiv waren, kann der demografische Wandel eine echte Chance sein, vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen stimmen.

Beispiele für den demografischen Wandel
Ortsschild Tiftlingerode © NDR
 
Video

Tiftlingerode droht zu vergreisen

19.02.2012 | 19:30 Uhr
NDR Fernsehen: Hallo Niedersachsen

Wie alle kleinen Gemeinden in Niedersachsen kämpft auch Tiftlingerode im Eichsfeld gegen den demografischen Wandel an. Das Ziel: Den Abwärtstrend der Einwohnerzahl stoppen.

Video starten (06:22 min)
Menschen in der Fußgängerzone © dpa Fotograf: Katja Lenz
 

Osnabrück verliert Rang als drittgrößte Stadt

Nach Hannover und Braunschweig ist Osnabrück die drittgrößte Stadt Niedersachsens - noch. Bis zum Jahr 2015 hat Oldenburg voraussichtlich mehr Einwohner als Osnabrück. (09.01.2012) mehr

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Hallo Niedersachsen
Wohnen im Alter
Paar sitzt an einem Laptop. © picture-alliance/dpa Fotograf: Lehtikuva Tuomas Marttila
 

Familie, Senior, Single: Demografisches Wohnen

NDR Info

Unterschiedliche Lebensformen fordern unterschiedliche Wohnungen. (22.08.2011) mehr

Kommentar
Erdkugel
 

Entwicklungen in die richtige Richtung lenken

NDR Info

Ein Kommentar von Verena Gonsch zur Bevölkerungsentwicklung auf der Erde. (31.10.2011) mehr