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Niedersachsen, Bayern und Sachsen wollen die Standards an den Schulen vereinheitlichen. (Themenbild)
Für schulpflichtige Kinder - aber auch Lehrer - ist ein Umzug in ein anderes Bundesland bisher oft eine ziemlich unangenehme Sache. Denn die Anforderungen an den Schulen unterscheiden sich teilweise erheblich. Abhilfe soll nun ein Bildungs-Staatsvertrag schaffen. Die drei unionsgeführten Länder Niedersachsen, Sachsen und Bayern haben am Mittwoch die Eckpunkte für einen solchen Staatsvertrag präsentiert. Im Mittelpunkt stehen dabei eine bessere Vergleichbarkeit von Schulabschlüssen und die gegenseitige Anerkennung der Lehrer-Ausbildung.
"Es geht um die Handlungsfähigkeit des Bildungsföderalismus", sagte Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU). Seine niedersächsische Amtskollegin Johanna Wanka (CDU) ergänzte: "Föderales System heißt auch Verantwortung fürs Ganze." Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth (parteilos) betonte, dass der Weg zu gemeinsamen Standards flexibel beschritten werden könne. Eine Uniformität wie früher in den DDR-Schulen wolle sie nicht.
Durch den Staatsvertrag sollen unter anderem die Anforderungen beim Abitur vergleichbarer werden. (Themenbild)
Der angepeilte Staatsvertrag sieht unter anderem gemeinsame Bildungsstandards für die Mittlere Reife und das Abitur sowie die Teilnahme an länderübergreifenden Vergleichstests vor. Zudem sollen die Länder ihre jeweiligen Lehrerprüfungen gegenseitig als "hinreichende Zugangsvoraussetzung für den staatlichen Schuldienst" anerkennen. Auch der Lehreraustausch über Ländergrenzen hinweg soll einfacher werden.
Bereits im vergangenen Herbst hatten die Kultusminister der 16 Bundesländer bundesweite Bildungsstandards für zentrale Schulfächer vereinbart, ebenso die gegenseitige Anerkennung der verschiedenen Lehramtsabschlüsse. Bayerns Kultusminister Spaenle betonte jedoch, ein von den einzelnen Landesparlamenten getragener Staatsvertrag habe eine größere Verbindlichkeit als bloße Beschlüsse der Kultusministerkonferenz.