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Letzte Arbeiten am vergangenen Freitag. Der Förderverein der Dömitzer Festung konnte für das Projekt etliche Wnadergesellen gewinnen.
Die Festung Dömitz (Landkreis Ludwigslust) hat wieder einen standesgemäßen Zugang: Am Sonntagvormittag ist die wiederaufgebaute historische Zugbrücke eingeweiht worden. Der Wiederaufbau des etwa 40 Meter langen Stegs mit einer Klappbrücke war eine Idee des Fördervereins der Dömitzer Festung.
Für das Projekt wurden reisende Zimmermannsleute eingespannt. Seit Anfang April machten insgesamt 35 Wandergesellen in Dömitz Halt. Einige blieben ein paar Tage, andere mehrere Wochen, um an der Brückenkonstruktion aus Eichenholz zu arbeiten. Als Vorlage dienten nur wenige historische Bilder und Skizzen.
Seit April arbeiteten insgesamt 35 Wandergesellen an der Zugbrücke.
Der Wiederaufbau der Zugbrücke über den Festungsgraben hat rund 820.000 Euro gekostet. Für das Projekt flossen Fördermittel, außerdem hat der Förderverein der Festung Spenden gesammelt. Die ursprüngliche Zugbrücke wurde vor rund 120 Jahren bei einem Elb-Hochwasser beschädigt und später abgerissen. Bis zum vergangenen Jahr konnten Besucher die Dömitzer Festung nur über einen aufgeschütteten Damm erreichen.
Die gut erhaltene Festung ist das Wahrzeichen der Stadt Dömitz. Sie beherbergt ein Regionalmuseum, das zum ersten militärgeschichtlichen Museum Mecklenburg-Vorpommerns werden soll. Jährlich besuchen rund 45.000 Menschen die Festung. Herzog Albrecht I. von Mecklenburg ließ die ursprüngliche Burg im 16. Jahrhundert zu einer fünfeckigen Festung ausbauen. Auf der Festung saß als berühmtester politischer Häftling 1839/40 der niederdeutsche Autor Fritz Reuter (1810-1874) ein.