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Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

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Belastetes Trinkwasser Thema im Landtag

Das laufende Wasser aus einem Wasserhahn läuft in ein Trinkglas © ddp mecom Fotograf: Steffi Loos Detailansicht des Bildes Seit Wochen muss in einigen Regionen des Landes das Trinkwasser abgekocht werden. Die Probleme mit bakterienbelastetem Trinkwasser im Osten Mecklenburg-Vorpommerns haben am Mittwoch den Sozialausschuss des Landtags beschäftigt. Die Linke fordert Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) auf, sich um das Thema zu kümmern, auch wenn die Reinhaltung von Trinkwasser grundsätzlich Sache der Kreise ist.

Mücken als Ursache wahrscheinlich

Aus den Akten des Sozialministeriums geht hervor, dass verschiedene Bakterienarten im Wasser gefunden wurden. Betroffen sind inzwischen insgesamt mehr als 200 Gemeinden vorrangig im Osten des Landes, in den Kreisen Vorpommern Greifswald, Vorpommern Rügen und der Mecklenburgischen Seenplatte. Als Ursache sehen die Experten des Landesamtes inzwischen einheitlich die sommerliche Mückenplage. Larven der Insekten seien in die Frischwasserbehälter der Wasserwerke gelangt. Wie das Problem langfristig gelöst werden soll ist allerdings unklar. Trotz des Einsatzes von Chlor im Trinkwasser wurden zum Beispiel rund um Pasewalk erneut Bakterien gefunden.

Zuletzt wurden auch in Gemeinden rund um Stavenhagen (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) Keime im Trinkwasser gefunden. In betroffenen Regionen sollten Verbraucher ihr Wasser abkochen, so die Empfehlung.

Wasser wird gechlort

Auch die umliegenden Orte sind betroffen. Konkret: Basepohl, Grammentin, Wüstgrabow, Gülzow, Klockow, Kölpin, Neubauhof, Neu Jürgenstorf, Pribbenow, Stavenhof und Reutershof. Neben der vom Gesundheitsamt gegebenen Abkochanweisung hat das Wasserwerk damit begonnen, das Trinkwasser zu chloren.

Belastung im Land dauert an

Vergangene Woche wurden auch im Bereich Relzow, Ziethen, Jargelin, Menzlin und Salchow (Kreis Vorpommern-Greifswald) Enterokokken festgestellt. Das Trinkwasser muss bis auf Weiteres abgekocht werden, teilte ein Kreissprecher am Mittwoch mit. Die Leitungen werden von den zuständigen Wasserwerken desinfiziert. Auch im Bereich Jarmen und in Putbus auf Rügen waren Keime nachgewiesen worden. Noch ist die Ursache dafür unklar. An Orten wie Papendorf bei Pasewalk, Lassan und Umgebung sowie Warenshof bei Waren wurde das Abkochgebot inzwischen aufgehoben, nachdem die Leitung erfolgreich desinfiziert worden waren.

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Karpfen, Störe und andere Fische in einem Süßwasseraquarium in Waren an der Müritz. © dpa/Picture-Alliance/ZB Fotograf: Bernd Wüstneck
 

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