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Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

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Trinkwasser abkochen: Nun auch in Demmin

dampfender Wasserkocher © dpa Picture Alliance Fotograf: Alfred Schauhuber Detailansicht des Bildes Bis auf weiteres sollte Trinkwasser in den betroffenen Regionen abgekocht werden. In immer mehr Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern müssen die Menschen derzeit ihr Trinkwasser abkochen. Der Grund: In einigen Wasserwerken wurden starke Verunreinigungen durch Bakterien festgestellt. Landesweit sind bereits acht Wasserwerke betroffen. Der jüngste Fall ist Demmin.

In Teilen der Region Demmin waren bei Kontrollen Verunreinigungen festgestellt worden. Das Gesundheitsamt habe die Desinfektion des Wassers mit Chlorverbindungen angeordnet. Das gilt unter anderem für Haushalte in der Stadtrandsiedlung Demmin und in Klempenow.

Ursachenforschung läuft weiter

Betroffen sind neben der Region Demmin auch Lassan, Ferdinandshof, Sprengersfelde, Meiersberg, Heinrichsruh, Müggenburg, Friedrichshagen, Wilhelmsburg und Blumenthal. Die Suche nach der Ursache ist dabei alles andere als einfach. Bislang gibt es zwar viele Spekulationen - gefunden ist der Grund aber noch nicht. Zum Beispiel wurde der viele Regen aus dem Sommer als mögliche Ursache genannt. Doch das Grundwasser in den untersuchten Wasserwerken, wie zum Beispiel Papendorf in der Uecker-Randow-Region, ist sauber. In Riems und Umgebung konnte am Dienstag Entwarnung gegeben werden.

In diesen Orten sollte das Trinkwasser abgekocht werden:

Demmin
Relzow
Ziethen
Jargelin
Menzlin
Salchow
Klempenow
Jarmen
Neuendorf
Wreechen
Neukamp
Pastiz
Beuchow
Posewald
Lonvitz
Vilmnitz
Lauterbach
Nadelitz
Freetz
Muglitz
Groß Stresow
Nistelitz

Stand: 24.11.2011 15:00

Sind die Mücken schuld?

Es gibt, wie auch in anderen Regionen, die Theorie, dass Mücken für die Verunreinigung verantwortlich sein könnten. Riesige Schwärme waren bis vor Kurzem überall zu sehen, wo auch nur der kleinste Tümpel Wasser war. Und offenbar haben diese Mückenschwärme auch vor den Wasserwerken nicht Halt gemacht. Die kleinste Öffnung reichte und die Mücken waren in den Wasserbehältern, wo sie dann wohl auch zu Hunderten oder Tausenden verendet sind. Aber bewiesen ist die Theorie noch nicht.

Trinkwasser weiterhin abkochen

Die Experten tappen im Dunkeln, denn nicht nur das Grundwasser, sondern auch die Brunnen und Frischwasserbehälter sind sauber. Die Verunreinigung ist im Wassernetz selbst zu beobachten. Weil die Bakterien nicht nur in einer bestimmten Region, sondern überall in Wasserwerken von Rügen über Rostock bis Pasewalk festgestellt wurden, vermuten die Experten der Gesundheitsämter, dass es möglicherweise ein und dieselbe Ursache gibt und suchen weiter. Nach wie vor muss das Trinkwasser in den betroffenen Orten abgekocht werden.

Die Wasserwerke setzen Chlor ein, um die Leitungen wieder sauber zu bekommen. Die Desinfektion sei nicht gesundheitsschädlich, heißt es.

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