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Jede Vorstellung endet mit einem fulminanten Feuerwerk über der Naturbühne Ralswiek.
Im vergangenen Jahr endete die 20. Saison der Festspiele mit Störtebekers Tod, die gleichzeitig die Abschiedsvorstellung für Titelheld Sascha Gluth war. Dieses Jahr, in der Spielzeit 2013, beginnt der Erzählzyklus der Legende von vorne und beleuchtet das Leben des jungen Störtebekers. Ab dem 22. Juni erfährt der Zuschauer auf der Naturbühne Ralswiek auf Rügen, wie aus Klaus von Alkun der berüchtigte Störtebeker wurde. Der Titel des Stücks lautet dem entsprechend "Beginn einer Legende".
Der Neubeginn der Geschichte geht einher mit einer neuen Besetzung. Bastian Semm als neuer Hauptdarsteller und Kai Maertens als neuer Regisseur bringen in diesem Jahr frischen Wind in die Festspiele. Der gebürtige Bochumer Semm sieht seinem Engagement mit großer Freude entgegen: "Ich mag besonders diesen Robin-Hood-Anteil in der Geschichte, also jemand, der von den Reichen nimmt und den Armen gibt", sagte Semm bei Markert am Morgen auf NDR 1 Radio MV.
Gewisse Parallelen zum englischen Helden sind auf jeden Fall vorhanden: Im Jahr 1391, als Deutschland den Krieg gegen Dänemark verloren hat, kehrt Klaus Alkun, der Sohn eines verarmten Landadeligen, in seine Heimat zurück. Das Anwesen seiner Familie ist inzwischen hoch verschuldet - eine missliche Lage, die der skrupellose Kaufmann Henning von Manteufel ausnutzen will, um das Gut an sich zu reißen. Dabei schreckt er auch vor Erpressung und Totschlag nicht zurück. Als Klaus von Alkun sich aufmacht, den Kaufmann in Wismar zur Rede zu stellen, lässt Manteufel das Gut der Alkuns überfallen. Alle Menschen werden in ihren Häusern zusammengetrieben, die Anlage wird niedergebrannt. Klaus von Alkun trifft währenddessen in Wismar auf Goedeke Michels und erhält nach einem spannenden Zweikampf von ihm seinen Namen: Klaus Stürze-Becher, aus dem später Störtebeker wird.
Kurz darauf erfährt Manteufel, dass der Vater von Alkun den Brandanschlag überlebt hat. Manteufel lässt Ann-Marie, die Jugendliebe von Störtebeker, in Wismar verstecken um Störtebeker in die Stadt zu locken. Sie kommt bei einem Fluchtversuch ums Leben. Störtebeker, der den Tod seiner Geliebten miterleben musste, soll von Manteufel gehängt werden. Als Herzog Johann von Mecklenburg von den Ungerechtigkeiten erfährt, beschließt er, dass Störtebeker sein Gut zurückbekommen soll. Aber damit nicht genug: Klaus Störtebeker nimmt in einem Kampf auf Leben und Tod Rache an Manteufel. Trost kann dies Störtebeker aber nicht spenden: Alle, die er liebte, sind tot. Er beschließt, zusammen mit Goedeke Michels die Stadt zu verlassen und seinem alten Leben den Rücken zu kehren. Er fängt ein neues Leben auf See an - als "Gottes Freund und der Welt Feind": Es ist der Beginn einer Legende.

Auf der Naturbühne in Ralswiek auf Rügen erleben Besucher ab dem 22. Juni, wie aus dem Landadeligen Klaus von Alkun ein sagenumwobener Freibeuter und Feind der Hanse wurde.