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Siegfried Matthus will mit seinem Werk mahnen, das Orchester weiter zu erhalten.
Die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin feiert mit der heutigen Uraufführung ihr 450. Jubiläum. Bei Siegfried Matthus, einem der bekanntesten lebenden Komponisten Deutschlands, hat das Staatstheater ein Werk in Auftrag gegeben. "Schweriner Konzert" heiße es und sei kein Jubelstück zum Jahrestag des Orchesters, sondern eine Mahnung, es weiter zu fördern und zu erhalten, hatte Matthus Anfang des Jahres erklärt.
Durch "engstirnige Sparmaßnahmen" würden Werte zerstört, die über die Jahrhunderte gewachsen seien, so der 79-Jährige. Die deutsche Theater- und Orchesterlandschaft sei in der Welt einmalig.
Die Mecklenburgische Staatskapelle ist eines der ältesten Orchester Deutschlands. Im Jahr 1563 holte Herzog Johann Albrecht den Zwickauer David Köler als Kapellmeister an den Schweriner See. Seine Anstellungsurkunde vom 17. Juni 1563 gilt als Gründungsdokument des Klangkörpers. Die Staatskapelle besteht ohne Unterbrechung bis heute; zu ihren Chefdirigenten gehörten Kurt Masur und Klaus Tennstedt. Aktuell hat das Orchester 68 Musiker.
Die 450-jährige Tradition des Orchesters wird in allen Sinfoniekonzerten in diesem Jahr gewürdigt: In jedem Programm findet sich ein Werk aus der mecklenburgischen Musikgeschichte. Komponisten wie Antonio Rosetti (1750-1792) und Friedrich von Flotow (1812-1883) gehörten zu den Schweriner Kapellmeistern. Für den 17. Juni, den eigentlichen Geburtstag der Staatskapelle, wird ein Wandelkonzert durch die ganze Stadt vorbereitet, das mit einem Wunschkonzert im Großen Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters enden soll.