Verkehrsmeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern
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Der Malchiner See ist nun der größte See im Landesbesitz. (Archivbil)
Das Land Mecklenburg-Vorpommern kauft dem Bund 37 ehemalige "volkseigene" Seen ab. Die Landesregierung hat einen entsprechenden Vertrag mit der BVVG geschlossen. Die bundeseigene Bodenverwertungs und -verwaltungsgesellschaft wollte die Seen ursprünglich privatisieren.
Der Kauf schlägt mit 1,83 Millionen Euro im Landeshaushalt zu Buche. Alle Versuche die Bundesregierung zu einer kostenlosen Übertragung der Seen zu bewegen waren zuvor gescheitert. Es fehlte an einem einheitlichen Vorgehen der ostdeutschen Länder: Das Land Brandenburg war vorgeprescht und hatte Geld für seine Seen gezahlt. Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) betrachtet den Kauf aus Sicht von Naturschutz, Fischerei und Tourismus trotzdem als positiv.
Das größte der 37 nun landeseigenen Gewässer ist der Malchiner See. Hier hatte sich auch eine Bürgerinitiative gebildet, die die Privatisierung des Sees verhindern wollte. Bei dem abgeschlossenen Kaufvertrag geht es um Gewässer, die mehr als fünf Hektar groß sind. Weiter verhandelt wird mit der BVVG jetzt über den Erwerb der vielen kleineren Seen.