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Schweine wieder im Kommen

von Stefan Ludmann

Dicht gedrängt stehen drei Schweine im Stall eines Mastbetriebes und schauen durch die Gitterstäbe. © dpa Bildfunk Fotograf: Pleul, Patrick Detailansicht des Bildes Mehr Schweine schaffen mehr Arbeitsplätze, sagt das Landiwrtschaftsministerium. (Archivbild) In Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Lage für Schweinemast-Betriebe offenbar deutlich verbessert. Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl der Schweine erstmals seit 1992 auf 800.000 Tiere an. Nach Angaben des statistischen Landesamtes ist das ein Plus von mehr als sechs Prozent.

Schweine bringen Arbeitsplätze

Grund für die Bestandszunahme bei Ferkeln, Mastschweinen und Zuchtsauen seien leicht steigende Preise bei Grillfleisch. Das SPD-geführte Landwirtschaftsministerium wertet das als Erfolg. Die Veredelungsbetriebe würden auch Arbeitsplätze bringen, sagte Sprecherin Marion Zinke. Ob in der Branche der von Agrarminister Till Backhaus (SPD) geforderte Mindestlohn von 15 Euro pro Stunde gezahlt werde, konnte Zinke nicht sagen. Auch Angaben zur Anzahl der Schweinemast-Anlagen und der dort Beschäftigten würden nicht vorliegen.

Diagramm © NDR

Ziel der rot-schwarzen Koalition ist seit Jahren, die Ansiedlung von Tiermastanlagen zu beschleunigen - so steht es auch in Ziffer 109 des Koalitionsvertrages. Das Land hat seit 2007 fast 50 neue Anlagen mit sieben Millionen Euro gefördert.

Kritik kommt vom BUND

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hingegen sieht im steigenden Schweinebestand die Folge industrieller Tierproduktion. Die sei auch wegen der Masse Gülle schlecht für die Anwohner. Anwohner würden unter Lärm und Gestank leiden. Hinzu komme, so Landesgeschäftsführerin Corinna Cwielag, ein deutlicher Wertverlust bei Grundstücken.

Das Argument neuer Arbeitsplätze sei nicht zu belegen. Die großen Betriebe seien meist mit wenig Personal zu betreiben, sagte Cwielag. Umstritten ist deshalb auch eine geplante Ferkelaufzuchtanlage in Alt Tellin im Landkreis Demmin.

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Stefan Ludmann, NDR 1 Radio MV Reporter für Landespolitik  Fotograf: Janine Rudolph
 

Stefan Ludmann
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Reporter für Landespolitik -
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