AKTUELLES AUS DER REGION
WETTER
NDR Verkehrsstudio
Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

Verkehrsmeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern

Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr

 

Fünf Jahre Gefängnis nach Brandserie

Paul Schockemöhle © fishing4 Detailansicht des Bildes Auch beim ehemaligen Weltklasse-Springreiter Paul Schockemöhle hatte es gebrannt. (Archivbild) Im Prozess um eine Brandserie in der Region Ludwigslust hat das Schweriner Landgericht das Urteil gesprochen: Der 22-jährige Haupttäter muss wegen Brandstiftung für fünf Jahre ins Gefängnis. Damit blieb das Gericht ein Jahr unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die Verteidigung hatte vier Jahre und sechs Monate gefordert.

"Menschen in Angst und Schrecken versetzt"

Zwei Mitangeklagte wurden zu einer Bewährungsstrafe beziehungsweise Jugendarrest verurteilt. Drahtzieher war nach Ansicht des Gerichts jedoch der 22-Jährige. Er habe die Menschen in und um Ludwigslust in Angst und Schrecken versetzt, so der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung.

Sieben Mal hatte es zwischen November 2010 und März 2011 gebrannt, unter anderem fielen Strohmieten auf dem Gestüt von Ex-Springreiter Paul Schockemöhle den Flammen zum Opfer. Insgesamt ist ein Schaden von mehr als einer Million Euro entstanden.

Monatelange Brandserie

Der Hauptangeklagte gestand am ersten Verhandlungstag, vier der insgesamt sieben Brände gelegt zu haben. Die Feuer in einem Teppichmarkt, einer ehemaligen Poliklinik, einer früheren Schwerhörigenschule und zwei weiteren Gebäuden in Ludwigslust hatten die Feuerwehr wochenlang in Atem gehalten. Der 22-Jährige ist selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr.

Auf frischer Tat ertappt

Im Falle der Brände auf dem Gestüt von Ex-Springreiter Paul Schockemöhle in Neustadt-Glewe habe er einem Mitangeklagten nur geholfen, das Feuer selbst aber nicht gelegt, sagte er. Der Haupttäter hatte zur Tatzeit eine Ausbildung bei Schockemöhle absolviert.

In früheren Vernehmungen hatte der Hauptangeklagte auch die beiden Brandstiftungen bei seinem ehemaligen Arbeitgeber eingeräumt. Als Motiv gab er den "Adrenalinkick" an. Die Brandserie endete, als der 22-Jährige Feuer in der ehemaligen Poliklinik in Ludwigslust legen wollte. Die Polizei konnte ihn festnehmen. Sie hatte ihn überwacht, weil er bei einem Feuer zuvor verdächtige Hinweise gegeben hatte.

NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/schockemoehle165.html
Weitere Informationen
Brandserie Schockemöhle © NDR
 

Teilgeständnis bei Brandserie in Westmecklenburg

Das erste Verfahren musste wegen Krankheit abgebrochen werden. (Meldung vom 24.01.2012) mehr


Prozess um Brände bei Schockemöhle geplatzt

Grund ist die Erkrankung einer Schöffin. mehr


Erneut Brandstiftung auf Schockemöhles Gestüt

10.000 Strohballen verbrannten am Wochenende. Wer steckt dahinter? mehr