AKTUELLES AUS DER REGION
WETTER
NDR Verkehrsstudio
Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

Verkehrsmeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern

Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr

 

Werden P+S Werften doch noch ihre Fähren los?

Zwei Fähren liegen vor der P+S Werft in Stralsund © dpa Bildfunk Fotograf: Stefan Sauer Für die beiden knapp 170 Meter langen Fähren gibt es offenbar Kaufinteressenten.

Die insolventen P+S Werften in Stralsund und Wolgast haben offenbar gute Chancen, ihre nicht fertiggestellten Schiffe zu verkaufen. Rund zwei Wochen, nachdem die Reederei DFDS einen Vertrag zum Weiterbau von zwei Spezialschiffen auf der Stralsunder Volkswerft unterschrieben hat, gibt es für die beiden ursprünglich von Scandlines in Auftrag gegebenen Ostseefähren "Copenhagen" und "Berlin" offenbar Kaufinteressenten. Laut einem Sprecher des Insolvenzverwalters wollen mehrere Reedereien in den nächsten Wochen konkrete Angebote unterbreiten.

Entscheidung erst in einigen Monaten

Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um zwei europäische Interessenten und einen Kunden aus Übersee. Vertreter aller drei Reedereien waren demnach in dieser Woche in Stralsund, um sich auf der Werft über den Zustand der jeweils 169 Meter langen Großfähren zu informieren. Bei den Gesprächen ging es auch darum, ob die beiden Schiffe in Stralsund fertiggebaut werden können. Mit einer Entscheidung über einen möglichen Verkauf ist laut Insolvenzverwalter aber erst in einigen Monaten zu rechnen.

Fähren zu schwer und mit zu viel Tiefgang

Die Reederei Scandlines hatte die Verträge über die beiden Schiffe kurz vor deren Fertigstellung Ende November 2012 gekündigt. Als Begründung führte Scandlines-Chef Søren Poulsgaard Jensen die schwerwiegenden technischen Probleme, die Verzögerungen beim Bau und die Insolvenz der zu P+S gehörenden Volkswerft in Stralsund an. Die beiden Fährschiffe waren im Frühjahr 2010 bestellt worden und sollten eigentlich in den Liniendienst Rostock-Gedser gehen. Sie sind aber 200 Tonnen zu schwer geworden und haben deshalb zuviel Tiefgang.

Chronik
P+S Werften © ndr.de Fotograf: Dörte Rochow
 

Chronik der Werften in Stralsund und Wolgast

Die Werften in Stralsund und Wolgast haben nach der Wiedervereinigung eine wechselhafte Geschichte durchgemacht. Im August wurde für die P+S Werften Insolvenz beantragt. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | Ortszeit regional Vorpommernstudio | 25.01.2013 | 17:00 Uhr

NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/pswerften251.html
Standortkarte
Eine Offshore-Plattform befindet sich auf der Warnemünder Werft im Bau. © Nordic Yards Fotograf: Nordic Yards
 

Werften in Mecklenburg-Vorpommern

Der Schiffbau bleibt ein bedeutender Wirtschaftszweig in Mecklenburg-Vorpommern. mehr

Weitere Informationen
Die Schiffbauhalle der Stralsunder Volkswerft © dpa-Zentralbild Fotograf: Stefan Sauer
 

P+S Werften: DFDS unterschreibt Vertrag

Die Reederei DFDS hat den Vertrag für den Weiterbau von zwei Fähren unterzeichnet. (Meldung vom 10.01.2013) mehr


P+S Werften: Grünes Licht für Kredite

Hoffnung für die Volkswerft Stralsund: Das Wirtschaftsministerium bürgt für einen Millionenkredit. (Meldung vom 24.12.2012) mehr


Scandlines kündigt Verträge für P+S-Fähren

Für die Inbetriebnahme der beiden Fähren wären umfangreiche Umbaumaßnahmen nötig gewesen, hieß es. (Meldung vom 29.11.2012) mehr


Lürssen-Gruppe kauft Peene-Werft in Wolgast

Der Gläubigerausschuss stimmte am Montag dem Vorschlag des Insolvenzverwalters zu. (Meldung vom 21.12.2012) mehr


Peene-Werft: Lürssen macht bestes Angebot

Nach Informationen von NDR 1 Radio MV soll ein Großteil der Arbeiter übernommen werden. (Meldung vom 11.12.2012) mehr