Verkehrsmeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern
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Der Geschäftsführer der P+S-Werften, Rüdiger Fuchs, verlässt das Unternehmen. (Archivbild)
Nach nur wenigen Wochen als Geschäftsführer bei den mittlerweile insolventen P+S Werften in Stralsund und Wolgast gibt Rüdiger Fuchs seinen Posten ab. Dies gaben die Werften in einer Pressemitteilung am Donnerstagabend bekannt. Demnach einigten sich beide Seiten auf eine Auflösung des bestehenden Vertrags. "Nachdem klar ist, dass sich eine Zukunft für die P+S Werften nicht ohne Insolvenz gestalten lässt, möchte ich das weitere Verfahren nicht begleiten, da es mein berufliches Ziel ist, als Führungskraft und Geschäftsführer zu arbeiten, aber nicht dauerhaft Teil eines Insolvenzteams zu sein", wird Fuchs in der Pressemitteilung zitiert. Nähere Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Nach Informationen von NDR 1 Radio MV hatte Fuchs zuletzt keine Chance mehr gesehen, die Werften in Eigenregie durch die Insolvenz zu führen.
Fuchs hatte das Steuer bei dem finanziell angeschlagenen Werftenverbund erst Anfang August vom früheren Chef Dieter Brammertz übernommen und einen Neuanfang versprochen. Trotz der sich damals bereits abzeichnenden Pleite verbreitete der 46-jährige ehemalige Airbus-Manager und Sietas-Werftsanierer mit Blick auf volle Auftragsbücher zunächst Optimismus. Doch gut 14 Tage später zog Fuchs die Reißleine und meldete Insolvenz in Eigenverwaltung an. Das Amtsgericht Stralsund wies dies zurück und bestellte daraufhin Berthold Brinkmann als vorläufigen Insolvenzverwalter ein. Im Zuge der Insolvenz nahm die Staatsanwaltschaft Rostock mittlerweile Vorermittlungen zur Prüfung des Verdachts auf Insolvenzverschleppung auf. Die Landtagsopposition beantragte einen Untersuchungsausschuss.
Auch von anderer Seite droht dem Werftenverbund mit rund 1.800 Beschäftigten Ungemach. Die dänische Reederei DFDS zog nach Informationen von NDR 1 Radio MV einen Großauftrag über zwei Schiffe zurück. Damit haben die Bemühungen von Insolvenzverwalter Brinkmann, die Schiffe auszuliefern und gleichzeitig Käufer für die Werften zu finden, einen erheblichen Rückschlag erlitten. Die Verträge mit einem Gesamtwert von rund 134 Millionen Euro wurden storniert. Als Grund für den Rückzug führte die Reederei Lieferverzögerungen an. Eines der beiden Schiffe befindet sich bereits in einem fortgeschrittenen Baustadium, ein weiteres ist in Vorbereitung. Für diese beiden Spezialschiffe müssen nun neue Käufer gefunden werden. Laut Vertrag dürfen beide Seiten im Falle einer Insolvenz kündigen, DFDS hat nun davon Gebrauch gemacht.
Auch beim Bau der beiden Scandlines-Fähren kämpfen die vorpommerschen Schiffbauer mit Problemen. Laut einem Bericht der "Ostseezeitung" ist die "Berlin" rund 580 Tonnen schwerer als vereinbart. Bislang hieß es seitens des Unternehmens, dass die beiden Schiffe ein Übergewicht von jeweils etwa 200 Tonnen haben. Die Arbeiten an beiden Schiffen waren vor einer Woche weitgehend eingestellt worden. Insolvenzverwalter Brinkmann hatte Nachverhandlungen mit Scandlines zur Fertigstellung angekündigt. Ob Scandlines nun auch die Verträge storniert, ist ungewiss, beide Reedereien werden aber nach NDR Informationen von einer Anwaltskanzlei vertreten.
Leute
a) Fucks ist weg - das ist eine sehr gute Nachricht. Neue Investoren hätten den sowieso aus dem Verkehr gezogen, wegen Inkompetenz. b) Die Aufträge sind ja nicht weg. Es ging DFDS doch nur darum,... [mehr]
Rechtschreibung
Bleib mal wo Du bist. Großmäuler brauchen wir in MV nicht, sondern Menschen die anpacken. [mehr]
An ihrer Stelle wäre ich ganz still. Wenn man ihren Kommentar auf Ausdruck und Rechtschreibung überprüft, ist das auch nur ein UNGENÜGEND, vom Inhalt ganz zu schweigen. Also wer im Glashaus sitzt,... [mehr]
Oh, oh …
Wer solche wichtigen unternehmerische Entscheidungen wie die Standortwahl von der Qualität von ein, zwei werktags (wo die meisten hier arbeiten) geschriebenen Einträgen in einem NDR-Forum abhängig... [mehr]
Aus der P.+ S. Werften
es ist traurig für die Werftarbeiter, die Zulieferer, die Städte Stralsund und Wolgast, sowie für die gesamte Region. Es gehen Standorte verloren, wo über einen langen Zeitraum Schiffe gebaut wurden.... [mehr]