AKTUELLES AUS DER REGION
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NDR Verkehrsstudio
Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

Verkehrsmeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern

Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr

 

P+S Werften: Chef weg und Großauftrag futsch

Der Geschäftsführer der P+S-Werften in Stralsund und Wolgast, Rüdiger Fuchs, verlässt das Unternehmen.  Fotograf: Jens Büttner Detailansicht des Bildes Der Geschäftsführer der P+S-Werften, Rüdiger Fuchs, verlässt das Unternehmen. (Archivbild) Nach nur wenigen Wochen als Geschäftsführer bei den mittlerweile insolventen P+S Werften in Stralsund und Wolgast gibt Rüdiger Fuchs seinen Posten ab. Dies gaben die Werften in einer Pressemitteilung am Donnerstagabend bekannt. Demnach einigten sich beide Seiten auf eine Auflösung des bestehenden Vertrags. "Nachdem klar ist, dass sich eine Zukunft für die P+S Werften nicht ohne Insolvenz gestalten lässt, möchte ich das weitere Verfahren nicht begleiten, da es mein berufliches Ziel ist, als Führungskraft und Geschäftsführer zu arbeiten, aber nicht dauerhaft Teil eines Insolvenzteams zu sein", wird Fuchs in der Pressemitteilung zitiert. Nähere Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben. Nach Informationen von NDR 1 Radio MV hatte Fuchs zuletzt keine Chance mehr gesehen, die Werften in Eigenregie durch die Insolvenz zu führen.

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Die Schiffbauhalle der Stralsunder Volkswerft © dpa-Zentralbild Fotograf: Stefan Sauer
 

P+S: Zuversicht trotz neuer Turbulenzen

Trotz der Kündigung eines Großauftrags und des Abgangs des Chefs soll der Betrieb auf den vorpommerschen P+S Werften weiterlaufen - und die Hoffnung auf eine Einigung mit den Bestellern lebt weiter. (Meldung vom 14.09.2012) mehr

Ende August: Fuchs muss Reißleine ziehen

Fuchs hatte das Steuer bei dem finanziell angeschlagenen Werftenverbund erst Anfang August vom früheren Chef Dieter Brammertz übernommen und einen Neuanfang versprochen. Trotz der sich damals bereits abzeichnenden Pleite verbreitete der 46-jährige ehemalige Airbus-Manager und Sietas-Werftsanierer mit Blick auf volle Auftragsbücher zunächst Optimismus. Doch gut 14 Tage später zog Fuchs die Reißleine und meldete Insolvenz in Eigenverwaltung an. Das Amtsgericht Stralsund wies dies zurück und bestellte daraufhin Berthold Brinkmann als vorläufigen Insolvenzverwalter ein. Im Zuge der Insolvenz nahm die Staatsanwaltschaft Rostock mittlerweile Vorermittlungen zur Prüfung des Verdachts auf Insolvenzverschleppung auf. Die Landtagsopposition beantragte einen Untersuchungsausschuss.

DFDS storniert Großauftrag

Auch von anderer Seite droht dem Werftenverbund mit rund 1.800 Beschäftigten Ungemach. Die dänische Reederei DFDS zog nach Informationen von NDR 1 Radio MV einen Großauftrag über zwei Schiffe zurück. Damit haben die Bemühungen von Insolvenzverwalter Brinkmann, die Schiffe auszuliefern und gleichzeitig Käufer für die Werften zu finden, einen erheblichen Rückschlag erlitten. Die Verträge mit einem Gesamtwert von rund 134 Millionen Euro wurden storniert. Als Grund für den Rückzug führte die Reederei Lieferverzögerungen an. Eines der beiden Schiffe befindet sich bereits in einem fortgeschrittenen Baustadium, ein weiteres ist in Vorbereitung. Für diese beiden Spezialschiffe müssen nun neue Käufer gefunden werden. Laut Vertrag dürfen beide Seiten im Falle einer Insolvenz kündigen, DFDS hat nun davon Gebrauch gemacht.

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Scandlines-Fähre "Mecklenburg-Vorpommern" zwischen Rostock und Trelleborg, hier vor dem Ostseebad Warnemünde © Scandlines
 
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Die Reederei Scandlines verkauft den Großteil ihrer Frachtlinien an den schwedischen Konkurrenten Stena Line. Ein Überblick über die bisherige Scandlines-Flotte.

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Auch mit Scandlines-Fähren Probleme

Auch beim Bau der beiden Scandlines-Fähren kämpfen die vorpommerschen Schiffbauer mit Problemen. Laut einem Bericht der "Ostseezeitung" ist die "Berlin" rund 580 Tonnen schwerer als vereinbart. Bislang hieß es seitens des Unternehmens, dass die beiden Schiffe ein Übergewicht von jeweils etwa 200 Tonnen haben. Die Arbeiten an beiden Schiffen waren vor einer Woche weitgehend eingestellt worden. Insolvenzverwalter Brinkmann hatte Nachverhandlungen mit Scandlines zur Fertigstellung angekündigt. Ob Scandlines nun auch die Verträge storniert, ist ungewiss, beide Reedereien werden aber nach NDR Informationen von einer Anwaltskanzlei vertreten.

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Die Schiffbauhalle der Stralsunder Volkswerft © dpa-Zentralbild Fotograf: Stefan Sauer
 

P+S: Insolvenzgefahr schon früher bekannt

Die Pleite der P+S Werften hat sich offenbar schon im Frühjahr 2012 abgezeichnet. Nach NDR Informationen sollte Ende März ein Notkredit des Landes die drohende Insolvenz abwenden. mehr

Eine Offshore-Plattform befindet sich auf der Warnemünder Werft im Bau. © Nordic Yards Fotograf: Nordic Yards
 

Werften in Mecklenburg-Vorpommern

Der Schiffbau bleibt ein bedeutender Wirtschaftszweig in Mecklenburg-Vorpommern. Hier finden Sie die Standorte und das wichtigste zu den einzelnen Werften. mehr

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Chronik
P+S Werften © ndr.de Fotograf: Dörte Rochow
 

64 Jahre Schiffbau in Stralsund und Wolgast

Chronik der Volkswerft in Stralsund und der Peene-Werft Wolgast mehr

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Schweißarbeiten an Stahlträgern © NDR.de Fotograf: Dörte Rochow
 
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Auf der Werft geht die Arbeit scheinbar ihren normalen Gang.

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Teil des Werftgeländes der P+S Werft in Stralsund © NDR Fotograf: Nicolas Bernhard
 

Vorermittlungen wegen Insolvenzverschleppung

Die Staatsanwaltschaft Rostock hat Ermittlungen eingeleitet. (Meldung vom 13.09.2012) mehr


P+S: War die Landesregierung ahnungslos?

Ein Untersuchungsausschuss soll die Rolle der Landesregierung bei der Werftenrettung prüfen. (Meldung vom 12.09.2012) mehr