Block V des ehemaligen Kraft-durch-Freude-Bads in Prora auf Rügen. Anfang Juli 2011 eröffnete das Deutsche Jugendherbergswerk dort eine Ferienstätte.
Das typische Jugendherbergsgefühl kommt auch in Prora auf - in den Zimmern warten Etagenbetten auf die Urlauber.
An der Rezeption werden nicht nur die Zimmer vermittelt. Auch Tischtenniskellen oder Bälle können Gäste dort ausleihen.
Und auf dem 41 Hektar großen Areal lässt sich noch viel mehr anstellen.
400 Betten sind gemacht für Familien, Jugendliche oder Einzelreisende. Und ein jeder hat von dort aus den Blick auf die Ostsee.
Die streng symmetrische Anordnung der Fenster erinnert an die Vergangenheit des KdF-Bads.
Und am Ende der 150 Meter langen Jugendherberge schließt sich die jüngere Geschichte des Kolosses an - der Verfall in den vergangenen Jahrzehnten.
Die 4,5 Kilometer lange Anlage lässt sich am besten mit dem Fahrrad erkunden - dem beliebtesten Fortbewegungsmittel der Urlauber aus Nordrhein-Westfalen, Berlin oder auch Mecklenburg-Vorpommern.
Nach dem Ausflug warten lange Wege auf die Urlauber - auf den 150 Meter langen Fluren.
In den Treppenaufgängen hingegen Geschichte - dort, wo alte Handläufe an die Entstehungszeit der Anlage unter den Nationalsozialisten erinnern.
Dieses Sechs-Bett-Zimmer hingegen ist zeitlos unaufgeräumt. Entspannte Ferien bei Jugendlichen eben.
Kennzeichnungspflicht herrscht in Prora zwar nicht, doch ohne Bändchen gibt es kein Essen.
Der Speisesaal allein für die Camper auf dem integrierten Jugendzeltplatz hat 400 Plätze.
Und dennoch sei es vor allem die Ruhe, die sie in Prora genießen, sind sich Luise Ciesla und Niklas Reemann aus Berlin einig.
Vor allem am Strand. Nur wenige Schritte von der Jugendherberge entfernt, liegt die Ostsee. Riecht es nach Salz, Tang und Urlaub.