Verkehrsmeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Bei Blaualgen handelt es sich um Cyanobakterien, die die Haut reizen können. (Archivbild)
Meeresforscher sorgen sich um die Ostsee. In Rostock-Warnemünde haben Wissenschaftler die Ergebnisse neuester Untersuchungen vorgestellt - und sie warnen: Der Fleischkonsum in den Anliegerstaaten dürfe nicht weiter steigen, um den derzeitigen Zustand des Meeres zu erhalten.
Ein großes Problem sehen die Wissenschaftler in der Stickstoff-Düngung der Felder. Damit werden auch die Erträge von Tierfutter gesteigert. Tierzuchtanlagen werden wegen hoher Nachfrage nach günstigem Fleisch immer größer. Der höhere Ammoniak-Ausstoß belastet Luft und Grundwasser. Nitrat wird auch in die Ostsee gespült.
Unter der intensiven Landwirtschaft leidet die Ostsee: Experten in Schweden sind auf dem Meeresgrund auf immer mehr tote Böden gestoßen. Es kommt auch häufiger zur sogenannten "Blaualgenblüte": Wenn sich diese Bakterien massenhaft vermehren, verschlechtern sich Wasserqualität und Lebensbedingungen für Tiere.
Die beteiligten Forschungsinstitute haben Szenarien erstellt, was passieren kann, wenn alles so weiter geht wie bisher. Als Lösungsvorschlag legten sie einen Aktionsplan mit Empfehlungen für Politik und Wirtschaft vor. Dazu gehört der kritische Blick auf die Landwirtschaft genauso wie die Änderung von Ernährungsgewohnheiten.