Verkehrsmeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
So wird das eisbrechende Rettungs- und Bergungsschiff aussehen. 2015 sollen zwei baugleiche Schiffe im Polarmeer unterwegs sein.
Die Nordic-Werften in Wismar und Warnemünde haben einen Großauftrag aus Russland erhalten. Das Unternehmen soll zwei eisbrechende Rettungs- und Bergungsschiffe im Wert von 150 Millionen Euro bauen. Die Finanzierung erfolgt nach Angaben der Werft direkt vom russischen Staat und ist bereits heute gesichert. Eine der fünf größten Banken begleite die Projekte. Auftraggeber sei das russische Transportministerium. Baubeginn wird im kommenden Jahr sein.
Die Auslieferung der etwa 86 Meter langen und 19 Meter breiten Schiffe sei für das Frühjahr 2015 geplant. Die Spezialschiffe sollen auf der nördlichen Polarmeer-Route in der Arktis verkehren und würden Patrouillen und Rettungseinsätze in Öl- und Gasfeldern in den Regionen Murmansk und Sachalin übernehmen. Sie seien hoch spezialisiert und für die Suche und Bergung in Not geratener Schiffe, die Rettung von Menschen sowie deren medizinische Versorgung ausgelegt.
Ein neues Geschäftsmodell für die Werften: Nordic Yards baut derzeit drei Offshore-Plattformen für Windparks in der Nordsee.
Im laufenden Geschäftsjahr hat Nordic Yards damit drei Großaufträge an Land gezogen. Den ersten Millionenauftrag für die dritte Offshore-Plattform für Siemens Energy hatte das Unternehmen mit Sitz in Wismar Anfang des Jahres abgeschlossen. Das Auftragsvolumen soll zwischen 100 und 250 Millionen Euro liegen. Zwei von drei Umspann-Plattformen sind so gut wie fertig. Nordic Yards habe sich damit als Weltmarktführer im Offshore-Bereich etabliert, wie der Technische Direktor, Fred Wegener, sagte.
Die Konstrukteure arbeiten zudem an einem 80 Millionen Euro teuren Serviceschiff für die Wartung von Offshore-Windanlagen in der Nordsee. Ein dänisches Unternehmen hatte das Spezialschiff bestellt. Danach soll die Werft ein weiteres, baugleiches Schiff liefern und prüft nun Finanzierungsmöglichkeiten.
An beiden Standorten arbeiten nach Firmenangaben derzeit 1.125 Beschäftigte. Jedes Jahr übernimmt Nordic zudem alle 40 Auszubildenden. Außerdem wurden 200 neue Mitarbeiter eingestellt. Viele von ihnen sind nach der Insolvenz vor drei Jahren zurückgekommen.