Verkehrsmeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Der Betreiber des Zwischenlagers Nord in Lubmin, die Energiewerke Nord, erklären: Das Zwischenlager sei sicher.
Das atomare Zwischenlager Nord (ZLN) in Lubmin im Landkreis Vorpommern-Greifswald soll besser vor terroristischen Angriffen geschützt werden. Das kündigte Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister, Lorenz Caffier (CDU), an.
Die neuen Schutzmaßnahmen seien nach einer Überprüfung des bisherigen Sicherheitskonzeptes nötig. Dabei gehe es um höhere Mauern und verstärkte Eingangstore. Die Gefährdungslage - vor allem wegen des "islamistischen Terrors" - fordere solche Maßnahmen. Details wollte Caffier nicht nennen. Sonst wäre die Wirksamkeit der Maßnahmen in Frage gestellt. Die Kosten muss der Betreiber übernehmen. Im Falle des Zwischenlagers Nord ist das der Bund, der das Zwischenlager über die Energiewerke Nord (EWN) betreibt.
Einen Zusammenhang zwischen dem neuen Sicherheitskonzept und der Atomkatastrophe in Japan sowie dem sogenannten Stresstest für Atomanlagen gebe es nicht, sagte Caffier. Die EWN erklärten, dass es im Zwischenlager Lubmin "keine Sicherheitsprobleme oder sicherheitsrelevanten Vorgänge" gebe.
In einer Pressemitteilung heißt es: "Das ZLN war und ist gestern, heute und morgen in jeder Hinsicht sicher. Es ist bundesweit das einzige Zwischenlager mit der höchsten Sicherungskategorie, der Stufe 1." Darauf sei man stolz, sagte EWN-Geschäftsführer Henry Cordes. Geändert habe sich lediglich die politische Bewertung von Sicherheitsfragen durch die Aufsichtsbehörden in ganz Deutschland.
In Lubmin lagern 74 Castor-Behälter mit hochradioaktivem Müll. In 65 davon sind Reste der ehemaligen DDR-Atomkraftwerke Greifswald und Rheinsberg deponiert. Auch die anderen deutschen Zwischenlager in Ahaus (Nordrhein-Westfalen) und Gorleben (Niedersachsen) sollen besser geschützt werden. Ebenso 13 Zwischenlager an noch laufenden oder bereits abgeschalteten Atomkraftwerken.