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Der Rockmusiker Udo Lindenberg greift hin und wieder auch zum Pinsel. (Archivbild)
Die Täter kamen nachts und sie wussten offenbar, wonach sie suchten: Drei "Likörelle" und zwei weitere Arbeiten des Deutsch-Rockers Udo Lindenberg sind in der Nacht zum Mittwoch aus einer Kunstgalerie auf der Ostseeinsel Rügen gestohlen worden. "Wir gehen inzwischen davon aus, dass die Einbrecher ganz gezielt Udos Kunstwerke erbeuten wollten", sagte Galeristin Katharina Anklam am Freitag in Binz. Die Einbrecher hätten nämlich ausschließlich Lindenbergs Werke mitgenommen und teurere Gemälde anderer Künstler hängen lassen.
Die Täter, von denen bislang jede Spur fehlt, seien in der stürmischen Nacht durch ein aufgehebeltes Fenster in die Galerie eingedrungen, hieß es. Der Wert der fünf Arbeiten - allesamt zum Verkauf ausgestellte Unikate - wird von Galerie-Chef und Lindenberg-Freund Heinrich Walentowski auf rund 31.000 Euro beziffert. Gestohlen wurden unter anderem die Werke "Nix da", "Evolution" und "Mach mein Ding".
"Ahoi! Panic-Piraten" ist eine der gestohlenen Arbeiten.
Lindenbergs "Likörelle" sind dadurch gekennzeichnet, dass sie mit Wasserfarben und farbigen Likören erstellt werden. "Wenn Udo die Muße hat, dann nimmt er sich Likör, Eierlikör, Grenadine, Curacao Blue und zeichnet die Bilder vorher auf und koloriert die dann mit dem Likör", erläuterte Walentowski. Die Idee zu diesen "Likörellen" sei dem Künstler an der Bar des Hamburger Hotels "Atlantic" gekommen, so der Galeriebesitzer weiter. "Dort hat die Sonne durchs Fenster durch die Schnapsflaschen geschienen, und da hat er das probiert mit Likör zu malen."
Die Galerie in Binz war nach Angaben ihres Inhabers übrigens nicht gegen Diebstahl versichert.