Verkehrsmeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Germanwings fliegt regelmäßig von Rostock-Laage nach Köln.
Das Verkehrsministerium in Mecklenburg-Vorpommern sorgt sich offenbar um die Zukunft des Flughafens Rostock-Laage. Minister Volker Schlotmann (SPD) hat nach Informationen von NDR 1 Radio MV ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die Chancen des Airports zu klären. Die Studie soll - so wörtlich - "die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit des Flughafens Rostock-Laage" analysieren. Schlotmann hat damit die renommierte Wirtschaftsberatungsgesellschaft PwC (PricewaterhouseCoopers) beauftragt - Kostenpunkt 35.000 Euro.
PwC soll unter anderem herausfinden, wo Rostock-Laage im Vergleich mit anderen Flughäfen steht und wie attraktiv der Standort für Airlines ist. PwC hat in ähnlichen Studien die Entwicklungschancen von Flughäfen für die kommenden Jahre eher als bescheiden bewertet und angesichts allgemein sinkender Passagierzahlen einen Konzentrationsprozess vorhergesagt. Die Ergebnisse der PwC-Studie zu Rostock-Laage sollen bereits in diesem Frühjahr vorliegen.
Mit Verwunderung hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg auf die neuerliche Initiative des Landesverkehrsministers Volker Schlotmann reagiert. Derzeit werde die Gründung einer Regionalairline vorbereitet, die Rostock mit den wichtigen Drehkreuzen Frankfurt, München und Kopenhagen verbinden würde.
"Die nun in Auftrag gegebene Studie verunsichert nur unnötig dieses Vorhaben. Man kann den Eindruck gewinnen, das Land möchte sich aus der Verantwortung stehlen und den Flughafen abwickeln. Andernorts werden weitere Flughäfen eröffnet, um die wirtschaftliche Entwicklung zu befördern. Die SPD im Land scheint aber ein größeres Interesse an rot-grünen Gemeinsamkeiten zu haben anstatt einen wichtigen Teil der Infrastruktur weiter zu entwickeln", so Rehberg.
Bereits Ende 2010 hatte der Landesrechnungshof Fehler in der Flughafen-Förderung des Landes beklagt. Die Flughäfen im Land seien nicht zukunftsfähig, befanden damals die Prüfer. Auch Airports wie der in Rostock-Laage könnten nur durch ständige Zuschüsse der Betreiber-Kommunen am Leben gehalten werden. Dennoch empfahl der Rechnungshof eine Konzentration auf Rostock-Laage.
In ihrem Koalitionsvertrag haben sich SPD und CDU 2011 darauf verpflichtet zu prüfen, ob Rostock-Laage als "Landesflughafen" entwickelt werden kann. Langfristig müsse es aber um eine Privatisierung gehen, hieß es darin. Auch dazu soll jetzt das PwC-Gutachten Vorschläge machen. Bei dem jährlichen Landeszuschuss von 500.000 Euro an die Flughafen-Gesellschaft soll es bleiben, wenn sich die Betreiber-Kommunen - Stadt Rostock (Gesellschafter-Anteil 54,1 Prozent), Landkreis Rostock (35,6 Prozent) und die Stadt Laage (10,3 Prozent) - zum Flughafen bekennen und wenn sich die Wirtschaft stärker beteiligt. Die Betreiber-Kommunen dagegen fordern, dass das Land als Mit-Gesellschafter einsteigt.
Der Flughafen fliegt seit Jahren deutliche Verluste ein, allein 2011 2,6 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr gingen dazu noch die Passagierzahlen nach unten. Nur 204.000 Menschen starten und landeten in Rostock-Laage - fast 20 000 weniger als noch 2011.
Das Minus haben die Gesellschafter und das Land durch Sonder-Hilfen ausgeglichen - und so wird es mutmaßlich auch für 2012 sein: Im Geschäftsbericht für 2011 heißt es bereits: "Ein Regionalflughafen dieser Größe wird, wie im gesamten Bundesdurchschnitt, mittelfristig nicht ohne Zuschüsse bestehen können. Für das Geschäftsjahr 2012 sind entsprechende Zuschüsse insbesondere der Gesellschafter zur Verlustdeckung und zur Aufrechterhaltung der Liquidität erforderlich." Schon damals prognostizierte die Flughafenleitung für 2012 ein schwieriger werdenes Marktumfeld. Genaue Zahlen soll es bei der Gesellschafterversammlung am 25. April geben.
Zwtl.: «Bund darf die Länder nicht allein lassen» Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) beklagte in der «Welt», die Banken hätten sich weitgehend aus der Schiffbaufinanzierung zurückgezogen. «Wir brauchen deshalb weiter gemeinsame Bund- und Länderbürgschaften», forderte der Regierungschef des Küstenlandes. «Der Bund darf die Länder in dieser schwierigen Situation nicht allein lassen.» Die deutschen Werften befänden sich weiter in einer schwierigen internationalen Wettbewerbssituation, sagte Sellering. Sie seien auf einem guten Weg bei der Umstellung zum Spezialschiffbau, aber es gebe große Schwierigkeiten, eingeworbene Aufträge zu finanzieren.
Flexiblität ist das A und O
Ich verfolge die Situation auf den Flughafen RLG seit Jahren. Entweder der Flughafen setzt Zubringer ein oder lässt die skandinavischen Airline zwischenlanden auf den Weg in den Süden. Eine eigene... [mehr]
Alle meckern nur
Alle meckern nur macht doch mal vorschläge für den Flughafen die Landesregierung soll sich für ein Landesflughafen endscheiden und wer glaubt es besser zu können muss es machen ich sage nur der BER in... [mehr]
Ich kann meinen Beiden Vorrednern zu zustimmen. Sicher ein Flughafen wie RLG wird immer ein Zuschussgeschäft bleiben. Aber er stellt auch eine wichtige Infrastrukturmaßnahme dar. Viele... [mehr]
Flughafen Laage
Für die Fliegerfans zum Verständnis, wir leben in einer kapitalitischen Gesellschft. Oberstes Ziel ist der Gewinn, nach Marx Mehrwert oder Profit. Und den bietet kein Regionalflughafen. Warum die... [mehr]
Die Kommentare hier zu lesen ist teilweise erschreckend ! Wenn ich lese das einige Nutzer hier die Bedeutung des Flughafens an der Anzahl der Passagierflüge bewertet ist das fast schon tragisch. Das... [mehr]