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Diese neuartige Messkugel soll künftig Daten aus der wenig erforschten mittleren Atmosphäre liefern.
Ein neuer Höhenforschungsraketensensor soll genauere Daten aus der Erdatmosphäre liefern. Das von einer Rostocker Firma gemeinsam mit der Universität entwickelte Gerät wurde am Montag im "Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik" in Kühlungsborn vorgestellt.
Wegen des Klimawandels findet die Arbeit der Kühlungsborner Wissenschaftler immer mehr Beachtung. Klar ist: Auch Klima-Veränderungen in Höhen von 50 bis 120 Kilometern haben Einfluss auf das Klima auf der Erde. Aber noch gibt es viele ungeklärte Fragen, so Institutsdirektor Franz-Josef Lübken. Um sie beantworten zu können, seien sehr genaue Messdaten erforderlich. Diese soll ab dem kommenden Jahr das neue Gerät aus Rostock liefern. Der Sensor wird mit dreifacher Schallgeschwindigkeit von der Station Andoya Rocket Range in Norwegen in die Atmoshäre geschossen. Beim Rückflug zur Erde werden unter anderem Dichte, Temperatur und Wind gemessen. Die Ergebnisse werden zur Bodenstation gefunkt.
Nach der Übermittlung der aktuellen Messdaten fällt die Kugel den Berechnungen zufolge in den Atlantik. Das etwa 50.000 Euro teure Messgerät kann kein zweites Mal benutzt werden. Bislang gibt es den Angaben zufolge weltweit kein solides Messsystem, das kostengünstig und zielgenau in der Atmosphärenforschung eingesetzt werden kann. Das Interesse an dem Raktensensor sei deshalb groß, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern. Daher werde das Forschungsprojekt mit 1,1 Millionen Euro unterstützt.