AKTUELLES AUS DER REGION
WETTER
NDR Verkehrsstudio
Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

Verkehrsmeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern

Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr

 

Rügen: Totes Mädchen ist Katharina

Erdmassen liegen am Steilufer © dpa-Bildfunk Fotograf: Stefan Sauer/dpa-Bildfunk Detailansicht des Bildes Unglücksstelle am Kap Arkona auf Rügen: Mehr als einen Monat nach dem Unglück wurde eine Kinderleiche angespült. (Archivbild) Gut sechs Wochen nach dem tragischen Unglück am Kap Arkona auf Rügen haben die Eltern der an Weihnachten verschütteten Katharina Gewissheit: Die Leiche, die am Dienstag von der Ostsee an den Strand gespült wurde, ist ihre zehnjährige Tochter. Das teilte die Staatsanwaltschaft Stralsund mit.

An Weihnachten verschüttet

Eine rechtsmedizinische Untersuchung habe das zweifelsfrei ergeben, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Lechte. DNA und körperliche Merkmale stimmten überein. Mitarbeiter der Gemeinde Putgarten hatten den Körper bei einem Kontrollgang entdeckt. Das Mädchen war bei einem Spaziergang mit Schwester und Mutter unterhalb der Steilküste von herabstürzenden Kreidemassen verschüttet worden.

Weitere Informationen
Erdrutsch auf Hiddensee © NDR Fotograf: Doerte Rochow
 

Riss auf Hiddensee: Kontrolle ja - Panik nein

Der Riss im Hochufer Hiddensees dehnt sich weiter aus - allerdings nicht mehr so schnell. Derweil beobachten Geologen das Phänomen. Es drohen Absprengungen. (Meldung vom 01.02.2012) mehr

Wochenlange Suche nach Unglück

Ein Großaufgebot an Bergungskräften hatte auch mit Spezialgeräten nach dem Kind gesucht. Die Helfer mussten ihre Arbeit immer wieder unterbrechen, weil weitere Teile der Steilküste abzurutschen drohten und Hochwasser das Steilufer unpassierbar machte. Nach gut zwei Wochen hatten die Helfer kapitulieren müssen: "Wir sehen keine Chance, Katharina zu finden. Das ist der Punkt, an dem wir aufhören müssen", sagte Markus Zimmermann, Leiter Katastrophenschutz im Kreis Vorpommern-Rügen.

Landkreis will bei Baugenehmigungen strenger sein

Der Landkreis Vorpommern-Rügen will trotz des tragischen Unglücks auf großflächige Sperrungen von Steilküstenabschnitten verzichten. "Es ist nicht in unserem Interesse, ganze Küstenbereiche abzusperren", sagte Landrat Ralf Drescher am Donnerstag nach einer Beratung mit den Küstengemeinden. Die Menschen liebten die Natur und wollten sie erleben. "Zeitweilige Sperrungen an ausgewählten Stellen können nur die Ausnahme sein." Stattdessen solle die Sicherheit erhöht und die Hinweise an die Urlauber verbessert werden.

Zudem kündigte Drescher strengere Kriterien bei der Erteilung von Baugenehmigungen in Küstenbereichen an. Bebaute Gebiete an Steilküsten würden nach und nach überprüft. "Die Sicherheit hat oberste Priorität", sagte Drescher. Außerdem wünscht sich der Landkreis vom Land eine regelmäßige Küstenkontrolle aus der Luft. Mit Rundflügen entlang der Küste und einer speziellen Lasertechnik an Bord der Maschinen könnten Veränderungen an den Klippen besser dokumentiert werden. Bislang gibt es zwar regelmäßige Flugüberwachungen, diese kontrollieren aber überwiegend Veränderungen an den Deichen

Immer wieder Küstenabbrüche

Luftbild vom Kap Arkona © dapd Fotograf: Jens Koehler/ dapd Detailansicht des Bildes Der Unglücksort mit Abbruchkante. Frühestens am Abend soll die Kinderleiche identifiziert sein. (Archivbild) Bei den Kreidefelsen auf Deutschlands größter Insel kommt es immer wieder zu Abbrüchen von der Steilküste. Der verregnete Sommer hat die Gefahr nach Angaben von Geologen noch vergrößert. Im August 2011 war es zum größten derartigen Vorfall seit neun Jahren gekommen: Ein 100 Meter langer und 70 Meter hoher Abschnitt eines Kreidefelsens stürzte ins Meer.

Weitere Informationen
Blumen und Kerzen stehen am Wanderweg zur schwer zugänglichen Unglücksstelle am Kap Arkona auf Rügen. © dpa-Bildfunk Fotograf: Stefan Sauer/dpa-Bildfunk
 

Kap Arkona: Weiterleben mit dem Unfassbaren

In Vitt auf Rügen haben 250 Menschen der verschütteten zehnjährigen Katharina gedacht. Es gehe nun darum, mit dem Unfassbaren weiterzuleben, so Pfarrer Christian Ohm in der Andacht. mehr

Chronologie
An der Rügener Steilküste rutschte ein Teil der Kreidefelsen ins Meer. © dpa Fotograf: Stefan Sauer
 

Die Unbeständigkeit der Kreidefelsen

Abbrüche an den Klippen in den letzten Jahren. mehr

Bildergalerien
Ein Leichenwagen und ein Feuerwehrauto verlassen die Unglückstelle am Kap Arkona © dpa/lmv Fotograf: Stefan Sauer dpa/lmv
 
Bildergalerie

Nahe des Unglücksortes wurde eine Kinderleiche angespült

Bildergalerie starten
Weitere Informationen
Erdmassen liegen am Steilufer © dpa-Bildfunk Fotograf: Stefan Sauer/dpa-Bildfunk
 

Unglücksstelle auf Rügen wird "Ort der Ruhe"

Nach dem erfolglosen Ende der Suche nach dem verschütteten Mädchen bleibt Trauer. (Meldung vom 09.01.2012) mehr


Debatte um Sicherheit an Rügens Steilküste

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus hält eine Absperrung der Steilküste für technisch unmöglich. (Meldung vom 28.12.2011) mehr

Geschichte
Die Wissower Klinken vor dem Abbruch vom 24.2.2005. © picture-alliance / ZB Fotograf: Kalaene Jens
 

Absturz der Wissower Klinken auf Rügen

Am 24. Februar 2005 ging ein Rügener Wahrzeichen verloren. mehr