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Auch das Rathaus in Grabow diente den Schülern als fiktiver Kriegsschauplatz.
Wie sieht Krieg in meiner Heimat aus? Schüler des Goethe-Gymnasiums in Ludwigslust haben in der Fotoausstellung "Homeland in War" - Heimat im Krieg - eine Antwort gefunden. Die Jungen und Mädchen haben für ihr Projekt unter der Leitung des Fotografen Christian MOE Möller Kriegsbilder inszeniert, vor ihrer eigenen Haustür.
Die ausgezeichnete Ausstellung "Homeland in War" ist jetzt im Schweriner Landesfunkhaus zu sehen.
Die Fotos wurden aufgenommen vor dem Rathaus in Grabow, vor dem Rathaus und im Schlosspark Ludwigslust und in der Badeanstalt in Neustadt Glewe. Die Arbeit hat acht Monate gedauert, von Oktober 2010 bis Mai 2011. Beteiligt waren gut 20 Schüler und viele Helfer - zum Beispiel vom Deutschen Roten Kreuz. Die Foto-AG vom Goethe-Gymnasium in Ludwigslust gehörte zu den Preisträgern des Medienkompetenzpreises 2011. Ein Teil des Preises war, die Bilder auch im NDR Landesfunkhaus in Schwerin auszustellen. Vom 29. März bis zum 27. April ist diese Ausstellung im Foyer des Hauses in der Schloßgartenalle 61 zu sehen.
Es sind beeindruckende Bilder, die ebenso fesseln wie verstören können. Eine Ausstellung mit den Fotografien im Landratsamt in Ludwigslust etwa wurde kommentarlos abgehängt. Die Schüler haben dann ihre Kritiker eingeladen, mit ihnen zu diskutieren - allerdings blieben sie fern. Landrat Rolf Christiansen (SPD) sagte aus Termingründen ab und schickte auch keinen Vertreter. So war es dann mehr eine Fragestunde zur Ausstellung, als eine Diskussion über den künstlerischen Inhalt. Ersatzweise war die Ausstellung im Filmtheater Luna in Ludwigslust zu sehen.
Schockierende Bilder wie dieses führte zu Entsetzen.
In einer Stellungnahme eines Kulturamtsmitarbeiters hieß es, die Ausstellung hätte Kinder animiert, Gewalthandlungen nachzustellen - Besucher seien entsetzt gewesen. Es habe außerdem keine erklärenden Worte zur Ausstellung geben. Das weisen die jungen Fotokünstler von sich - wie jetzt im Filmtheater Luna habe es auch im Landratsamt begleitende Texte zur Ausstellung gegeben. Mittlerweile hat sich der Landkreis Ludwigslust-Parchim gemeldet. Er möchte die Fotos nun doch noch zeigen - und zwar im Landratsamt in Parchim.