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Blick von einer Autobahnbrücke auf den fließenden Verkehr © picture-alliance/ dpa / Ronald Wittek Fotograf: Ronald Wittek
 

Verkehrsmeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern

Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr

 

Qualifizierte Mitarbeiter gesucht

Besucher stehen am Eingangsbereich der Agentur für Arbeit. © picture-alliance/ dpa Fotograf: Tobias Kleinschmidt Detailansicht des Bildes Während viele Arbeitslose einen Job suchen, fehlen den Firmen spezialisierte Fachkräfte. Mecklenburg-Vorpommern hat aktuell zwar die niedrigste Arbeitslosenquote in einem Januar seit der Wende. Mit 14 Prozent ist das Land aber weiterhin trauriger Spitzenreiter im Norden. Im Südosten des Bundeslandes, im neuen Großkreis Vorpommern-Greifswald, lag die Quote im Januar sogar bei 15,9 Prozent. Während im Norden des Landkreises der Tourismus auf Usedom und die Hansestadt Greifswald als Technologiezentrum für eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sorgen, sieht die Lage im strukturschwachen Süden mit einer Vielzahl von kleinen Betrieben unterschiedlicher Branchen deutlich schlechter aus. Im Januar waren im Altkreis Uecker-Randow rund 6.200 Menschen ohne Job, bei einer Arbeitslosenquote von rund 17,6 Prozent.

Zahlreiche Arbeitslose sind nicht vermittelbar

Dabei ist es nicht so, dass Arbeitskräfte im südlichen Vorpommern nicht gebraucht würden. Im Gegenteil. "Der hohen Arbeitslosigkeit stehen viele Firmen mit freien Stellen gegenüber", betont Christian Justa, Leiter der Pasewalker Geschäftsstelle der Arbeitsagentur, die für den Altkreis Uecker-Randow zuständig ist. Das Problem sei vielmehr, dass viele Arbeitslose nicht den passenden oder gar keinen Beruf hätten. Für Hilfsarbeiter, aber auch für Fachkräfte zum Beispiel aus der Landwirtschaft, Warenkaufleute oder Kraftfahrer gibt es kaum Stellenangebote. Schwer vermittelbar sind zudem die vielen Jugendlichen, die die Schule ohne einen Abschluss verlassen haben - die Quote liegt laut Arbeitsagentur bei 15,6 Prozent.

Mit guten Noten beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Der 23-jährige Patrick Dahlemann setzt sich in seinem Landkreis Vorpommern-Greifswald dafür ein, junge Menschen für den Arbeitsmarkt in der Region zu gewinnen und damit die Abwanderung zu stoppen. "Es muss auch eine Generation geben, die hierbleibt und die Region so gestaltet, wie sie sie haben will", sagt Dahlemann, der für die SPD in der Torgelower Stadtvertretung und im Kreistag von Vorpommern-Greifswald sitzt. "Wenn du einen guten Schulabschluss hast, hast du auch gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt." Ein Hemmschuh für den Arbeitsmarkt in der Region sei das niedrige Lohnniveau. "Die Lohndumping-Politik ist gescheitert", so Dahlemann - daher müsse ein flächendeckender Mindestlohn her.

Firmen suchen händeringend Fachkräfte

Gesucht werden dagegen qualifizierte Fachkräfte für das Hotel- und Gaststättengewerbe, für Elektroberufe sowie die Gießereien in Torgelow und Ueckermünde. Auch in den Call-Centern, die sich mit Vorliebe in Mecklenburg-Vorpommern niederlassen, gibt es etliche offene Stellen. Die Anforderungen dort sind teilweise aber hoch, weil neben Deutsch- und Englischkenntnissen oft auch Türkisch als Voraussetzung verlangt wird. Zudem tut die Branche wenig für ein gutes Image. Die Unternehmen suchen nicht nur händeringend nach Fachkräften, sondern auch nach Auszubildenden. Die Arbeitsagenturen setzen sich inzwischen dafür ein, junge Leute im Land zu halten und damit den Abwanderungstrend der jungen, gut ausgebildeten Arbeitskräfte zu stoppen. "Wer flexibel ist, findet definitiv einen Ausbildungsplatz", betont Justa.

Darüber hinaus bemühen sich die Arbeitsagenturen darum, den polnischen Arbeitsmarkt auch für deutsche Arbeitnehmer zu erschließen. Dem steht allerdings die Sprachbarriere entgegen - außerdem ist das Lohngefüge jenseits der Grenze noch niedriger als in Mecklenburg-Vorpommern.

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