Verkehrsmeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Bis zu 400.000 Tiere könnten bald in Klein Daberkow aufgezogen werden. Tierschützer und Anwohner protestieren gegen den Bau. (Archivbild)
Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen die Investoren der geplanten Hähnchenmast in Klein Daberkow bei Strasburg am Donnerstag eingestellt. Die Ermittler konnte offenbar keine Hinweise auf einen Subventionsbetrug bei der Planung der Anlage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte finden.
Gegner des Vorhabens hatten vor rund zwei Monaten Strafanzeige erstattet. Sie vermuteten, dass die Anlage mit acht Ställen für 400.000 Hähnchen künstlich geteilt wurde, um doppelt Fördermittel zu bekommen. Doch obwohl dem Baubeginn nun juristisch nichts mehr im Wege steht, scheint die Realisierung der Anlage ungewiss.
Damit wird auch das Landwirtschaftsministerium die Bearbeitung des entsprechenden Antrages wieder aufzunehmen. Da aber die Fördertöpfe weitgehend leer sind, wird es wohl erst im kommenden Jahr eine Entscheidung geben, hieß es.
Zudem wird der stillgelegte Schlachthof in Neustrelitz offenbar nicht reaktiviert. Das Unternehmen Friki hatte genau dies für den Fall angekündigt, dass die Hähnchenställe in Klein Daberkow gebaut werden. Nach der Fusion von Friki mit der Stolle-Gruppe seien die Pläne vom Tisch, sagte Geschäftsführer Werner Stolle NDR 1 Radio MV. Stattdessen sollen die Schlachtkapazitäten im mecklenburgischen Brentz und im brandenburgischen Storkow ausgebaut werden. Ohne einen nahgelegenen Schlachthof erscheint es zweifelhaft, ob eine Hähnchenmastanlage in Klein Daberkow eine sinnvolle Investition ist.