Verkehrsmeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
In den Aquarien der wissenschafltichen Station im Müritzeum in Waren muss ständig Frischwasser zugeführt werden. (Archivbild)
In einigen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns müssen Verbraucher seit mehr als zwei Wochen ihr Trinkwasser abkochen. Es ist von Keimen durchsetzt. Die betroffenen Wasserwerke versuchen seitdem, mit zusätzlichem Chlor die Keime in den Leitungen abzutöten. Im Müritzeum in Waren an der Müritz sterben deshalb die Fische.
Chlor sei Gift für die Fische, sagte der Leiter des Aquariums, Marco Kastner. Die Chemikalie greife zunächst die Kiemen und Schleimhäute an. Ein bis zwei Wochen später seien die Fische dann tot. Kastner tröpfelt derzeit Frischwasser in die Aquarien, damit sich das Chlor über die Wasseroberfläche verflüchtigen kann.
Das empfiehlt er allen Aquarienbesitzern in den betroffenen Regionen. Noch besser sei es, auf einen Wasserwechsel zunächst zu verzichten. Deutliche Anzeichen für eine Vergiftung der Fische seien ein aufgehelltes Schuppenkleid sowie eine langsamere Atmung. Auch für die Pflanzen und Kleinstorganismen in den Aquarien sei das Chlor gefährlich.
Im Müritzeum ist die wissenschaftliche Station des Hauses betroffen. Dort werden rund 1.000 Fische gehalten - unter anderem zu Forschungszwecken. Der Ausstellungsbereich wird durch einen eigenen Brunnen mit Wasser versorgt.