Verkehrsmeldungen aus Mecklenburg-Vorpommern
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Blaualgen verursachen Übelkeit und führen im schilmmten Fall zum Tod.
Normalerweise heißt die Gleichung: Sommerwetter gleich Blaualgengefahr. Aber auch ohne übermäßige Sommerhitze blühen an einigen Stellen an der Küste und auf einigen Seen gefährliche Cyano-Bakterien. In Greifswald sind nach NDR-Informationen mindestens drei Hunde gestorben und fünf erkrankt. Sie hatten Wasser aus dem Greifswalder Bodden getrunken.
Am Usedomer Achterwasser wurden in der vergangenen Woche an vier Badestellen Blaualgen gefunden. Auch am Strand von Altwarp am Stettiner Haff wird vor den Algen gewarnt. Am Schweriner See wurde Anfang August eine erhöhte Konzentration bei Kalkwerder gemessen, im Landkreis Parchim wurde der Cambser See Anfang Juli wegen Blaualgenverdachts zeitweise für Badegäste gesperrt.
Für ihre Umwelt sind die Blaualgen in Massenblüten deshalb so gefährlich, weil zum einen während der Blüte und vor allem nach der Blüte, wenn die Algen absterben und am Meeresboden von Bakterien zersetzt werden, fast der gesamte Sauerstoff im Wasser verbraucht und gleichzeitig Schwefel freigesetzt wird. In diesen Zonen können nur noch Meerestiere wie Quallen, andere Algen und Bakterien überleben. Fische und andere Meerestiere fliehen, wenn sie können oder sterben.
Für Menschen sind Blaualgen giftig. Sie verursachen unter anderem Hautirritationen. Beim Verschlucken können sie zu Schwindel oder Erbrechen führen, aber auch das Nervensystem und die Leber schädigen. Besonders gefährdet sind Kinder. Aber, wie die Fälle aus Vorpommern zeigen, offensichtlich auch Hunde, die nach der Aufnahme der Cyano-Bakterien dann an Leberversagen sterben.