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Die Journalisten André Keil, Ronny Blaschke und Martina Farmbauer bei der Preisverleihung am Montag in Mainz.
NDR Mitarbeiter André Keil aus Schwerin hat beim Herbert-Zimmermann-Preis des Verbandes Deutscher Sportjournalisten den 1. Platz belegt. Der 45-Jährige erhielt die Auszeichnung für sein Hörfunk-Feature "Als aus Sportlern Spitzel wurden – Das Stasierbe des SC Neubrandenburg". Die Sendung auf NDR 1 Radio MV und NDR Info deckt die Verstrickungen des SC Neubrandenburg mit der Staatssicherheit auf. Der Club aus dem Nordosten ist bis dahin fast ausschließlich mit zahlreichen Olympiasiegern und Weltmeistern in Zusammenhang gebracht worden.
Im engen Umkreis des kleinsten Clubs der DDR haben bis zum Mauerfall über 50 inoffizielle Mitarbeiter für den Geheimdienst gearbeitet. Dazu zählen Trainer, Funktionäre, Athleten und Journalisten. "Das ist ein Thema, mit dem man sich nicht unbedingt beliebt macht. Ich freue mich sehr, dass das Thema bundesweit für Aufregung gesorgt hat und die Kollegen das mit dem Preis honorieren", meinte Keil, Leiter des NDR Mecklenburgstudios in Schwerin. Er nahm die Ehrung Montagabend in Mainz aus den Händen von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach entgegen.
André Keil erhält den Deutschen Sportjournalistenpreis. Ausgezeichnet wurde sein Hörfunk-Feature "Als aus Sportlern Spitzel wurden – Das Stasierbe des SC Neubrandenburg".
Platz zwei ging an Ronny Blaschke aus Berlin für sein Deutschlandradio-Feature "Politische Medaillen - Nationen nutzen die Olympischen Spiele zur Imageverbesserung". Weiterhin wurde Martina Farmbauer aus München für ihre Sendung "Die Zeit heilt keine Wunden - Wie das Olympia-Attentat den israelischen Sport verändert hat" auf Bayern 2 geehrt. Die Jury setzte sich aus Michael Reinsch von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dem ehemaligen Sportchef des SFB Jochen Sprentzel, Friedhard Teuffel vom Tagesspiegel und Deutschlandradio Kultur – Redakteur Hanns Ostermann zusammen.
Im Mai 2012 hat der SC Neubrandenburg sein 50. Jubiläum gefeiert. An einer Aufarbeitung des Stasi-Erbes ist der Verein bisher nicht interessiert. André Keil, damals Leiter der Sportredaktion im Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern, hatte fünf Jahre lang immer wieder in den Akten der BStU-Außenstelle Neubrandenburg recherchiert. In Zusammenarbeit mit Kollegen aus dem Landesfunkhaus Mecklenburg-Vorpommern ist aus dem Material zusätzlich ein Film für die Reihe "Unsere Geschichte" entstanden. Dieser ist am 30. April 2012 im NDR Fernsehen gelaufen. Das trimediale Projekt ist durch eine umfangreiche Internetseite abgerundet worden. "Gratulation an André Keil und sein Team. Sie haben gegen viele Widerstände gekämpft und Geschichten von Verrat, Erpressung und Emotionen recherchiert und beeindruckend umgesetzt", sagte Elke Haferburg, Direktorin des NDR Landesfunkhauses Mecklenburg-Vorpommern.
Cui bono
Cui bono Für eine Auszeichnung vermisse ich eine gründliche Hintergrundrecherche. Fragen:- Warum wurden die Sportler überwacht.?- Welche Leistungssteigerungen werden durch sog.Dopingmittel erreicht... [mehr]
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Respekt Herr Keil, 5 Jahre an der Akte IM Erika gesessen. Und nun dafür einen Preis bekommen. Toll. Was war aber doch mal gleich der Inhalt der Akte IM Erika? [mehr]
Stasiverstrickungen
Geheimdienste hatte, hat und wird jedes Land immer haben. Die Stasi war eben besonders gut und fleissig. [mehr]