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Das Landesfunkhaus Schwerin: Seit 20 Jahren sendet der NDR in Mecklenburg-Vorpommern.
Am 1. Januar 1992 um Mitternacht hat der NDR in Mecklenburg-Vorpommern seinen Sendebetrieb offiziell gestartet. Aus RMV wurde NDR 1 Radio MV und im Fernsehen wurde aus Vorläufersendungen wie dem Nordreport endgültig das NDR Nordmagazin. Außerdem waren nun alle NDR Programme im ganzen Land empfangbar.
Zuvor ist noch ein anderes Modell im Gespräch gewesen: Ein Nordostdeutscher Rundfunk aus Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg- Vorpommern und Berlin. Das Modell fand allerdings 1991 im Schweriner Landtag keine Mehrheit. Mitte November stellten die Abgeordneten dann die gesetzlichen Weichen für den NDR, der kurz darauf den offiziellen Betrieb startete.
"Wir hatten die 'Wirren der Wende', das heißt: keiner wusste, wie es weiter geht mit dem DDR-Rundfunk. Ich gehörte zu den Kollegen, die gesagt haben, wir müssen in Norddeutschland bleiben, das ist unsere Identität. Insofern war es für mich doch schon eine besondere Ehre dann an diesem Morgen zu sagen: 'Guten Morgen. Hier ist der Norddeutsche Rundfunk. Sie hören Nachrichten, NDR 1 Radio MV!'".
Hörfunkredakteur Rainer Polzer hat vor 20 Jahren die ersten Nachrichten gesprochen.
"Der NDR war gleichgesetzt bei ganz vielen, glaube ich, mit Hamburg und 'der alte Westen'. Dass beim NDR viele Kollegen eingestellt wurden, die hier ihre Wurzeln hatten, das war bei vielen nicht so im Kopf drin. Wir hatten ja anfangs auch Autos mit Hamburger Kennzeichen - da war manchmal eine Distanz spürbar, die wir aber ganz schnell auflösen konnten."
Gerhild Wolf ist Reporterin im Ostseestudio Rostock.
"Ich glaube, der NDR wie er hier gewachsen ist hat eine große Chance - wo haben wir das sonst noch, dass Ost und West mit unterschiedlichen Blickwinkeln, mit unterschiedlichen Erfahrungen zu einem neuen Produkt, zu neuen Sendungen zusammenwachsen können? Ich denke, insgesamt ist es gut gelaufen. Auch, weil der NDR mit dem historischen Erbe mancher Ost-Mitarbeiter sensibler umgegangen ist als andere Sender."
Jörg-Michael Schmidt, Chef vom Dienst Fernsehen im Landesfunkhaus.
"Insbesondere die Landesprogramme sind ein Medium, das Vertrauen schafft und vertraut ist - und wo man auch weiß, dass Zuschauer oder Zuhörer ein Stimme haben. Wenn ein großes Vertrauen da ist, heißt das aber auch: Es ist ein kritischer Blick von Zuschauern und Zuhörern auf das Programm. Das gehört dazu und das ist ja für uns auch hilfreich."
Elke Haferburg ist seit 2007 Direktorin des NDR Landesfunkhauses.
"In Niedersachsen beispielsweise gibt es die verschiedensten Fan-Gruppen - da ist die Berichterstattung brutal schwierig. In Mecklenburg-Vorpommern sind nahezu alle Fans des FC Hansa Rostock. Das macht das Ganze natürlich sehr viel einfacher, aber natürlich auch sehr viel anspruchsvoller, weil man weiß, es hört so ziemlich jeder, der mit dem FC Hansa hält, auch ganz genau zu."
Jan Didjurgeit ist der Hansa-Reporter von NDR 1 Radio MV.
Seit 20 Jahren gibt es den NDR in Mecklenburg-Vorpommern - Hier finden Sie alles rund um das Jubiläum.