Der neue Rundfunkbeitrag
Einfach. Für alle: Informationen zum neuen Beitragsmodell ab 2013. mehr
Mit dem Jahreswechsel ändern sich zahlreiche gesetzliche Regelungen.
Die Praxisgebühr entfällt, der Rentenbeitrag sinkt, Minijobber dürfen mehr verdienen: Zum 1. Januar 2013 sind einige Neuregelungen in Kraft getreten. Doch wie so oft sind es nicht nur positive Veränderungen, vieles wird auch teurer - wie Strom, Nahverkehr oder Briefmarken. Wir haben die wichtigsten Änderungen zusammengestellt:
Der Strom wird teurer. Ein Grund dafür ist die Umlage für Erneuerbare Energien (EEG), die um 47 Prozent auf rund 5,28 Cent steigt. 2012 hat ein durchschnittlicher Privathaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden jährlich 125 Euro für die Förderung des Ökostroms gezahlt. Nun erhöht sich der Betrag auf rund 185 Euro.
Post
Briefe verschicken ist teurer geworden: Der Standardbrief bis 20 Gramm kostet nun 0,58 Euro anstatt 0,55 Euro. Beim Maxibrief steigt das Porto von 2,20 auf 2,40 Euro. Wer alte Briefmarkenbestände aufbrauchen will, kann Ergänzungsmarken kaufen.
Bettensteuer
Touristen müssen in Hamburg und Bremen seit dem 1. Januar 2013 die sogenannte Bettensteuer bezahlen. Pro Übernachtungsgast plant Hamburg eine tägliche Taxe zwischen 50 Cent (bei einem Übernachtungspreis bis 25 Euro) und vier Euro (bei einem Übernachtungspreis bis 200 Euro). In Bremen zahlen Privatreisende zwischen einem und drei Euro pro Übernachtung, maximal für sieben aufeinanderfolgende Nächte.
Finanzberater
Ab sofort müssen Finanzberater einen Sachkundenachweis erbringen. Diese Prüfung muss bei den Industrie- und Handelskammern abgelegt werden. Außerdem müssen die Berater eine Versicherung abschließen, die bei Vermögensschäden haftet.
Keine Praxisgebühr mehr, Lohnsteuerkarte nur noch in digitaler Form, mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger - das neue Jahr bringt neue Regelungen für die Bürger mit sich.
Unisex-Tarife bei Versicherungen
Versicherungen kosten nun für Männer und Frauen gleich viel. Bei der Alters- und Berufsunfähigkeitsvorsorge wird es damit für Männer teurer, Frauen zahlen bei Risikoversicherungen mehr.
Schornsteinfeger
Haus- und Wohnungseigentümer dürfen den Schornsteinfeger frei wählen. Gleichzeitig müssen die Besitzer aber nun selbst die Kehrfristen einhalten. Maßnahmen wie Feuerstättenschau oder Bauabnahme bleiben aber weiterhin in der Zuständigkeit der Bezirksschornsteinfegermeister.
Für energetische Sanierungen von Wohngebäuden stehen im neuen Jahr rund 300 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung. Hausbesitzer erhalten bis zu 5.000 Euro Zuschuss.
Rundfunkbeitrag
Ab 2013 wird ein Rundfunkbeitrag pro Wohnung erhoben. Für jede Wohnung sind pauschal 17,98 Euro pro Monat zu zahlen. Weitere Informationen gibt es unter www.rundfunkbeitrag.de.
Warteschleifen kostenlos
Seit dem 1. Juni 2013 muss die Wartezeit bei einer Hotline mit 0900er oder 0180er Nummer komplett kostenlos sein. Die Regelung gilt aber nicht für Nummern mit Ortsvorwahl oder Mobilfunknummern.
Wahljahr 2013 was kommt zum Jahreswechsel
Die Strompreissteigerung der Erneuerbaren Energien ist ein anteil von 1,68cent pro kWh zuzurechnen, den Koalitions ausgeweiteten Industrieprivilegienallein1cent/kWh... [mehr]