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In Hamburg stehen Tausende Quadratmeter Bürofläche leer, gleichzeitig fehlen Wohnungen. Das macht viele Menschen in der Hansestadt wütend. Jetzt gibt es einen Hoffnungsschimmer: Wie NDR 90,3 am Montag berichtete, wird im kommenden Jahr zum ersten Mal seit Jahrzehnten ein Bürogebäude in der Altstadt abgerissen, um Wohnraum zu schaffen. Auf der Cremonhalbinsel und in unmittelbarer Nachbarschaft am Nikolaifleet sollen rund 600 Behausungen entstehen.
Andy Grote (SPD), Bezirkschef von Hamburg-Mitte, bezeichnete das Projekt als Wiederbesiedelung der Altstadt. Dass dafür der Büroriegel der Seeberufsgenossenschaft abgerissen werde, sei ein deutliches Signal. 180 Wohnungen sollen auf dem Grundstück zwischen Reimerstwiete, Katharinenstraße und Katharinenfleet gebaut werden - der geringere Teil davon staatlich gefördert mit niedrigen Mieten. Der Löwenanteil soll jedoch privat finanziert und später zu Preisen von etwa 13 Euro pro Quadratmeter vermietet werden. Nur mit so einem Mix sei der hohe Grundstückspreis zu finanzieren, meint Grote.
Insgesamt entstehen auf beiden Seiten des Nikolaifleets rund 600 Wohnungen. Die neuen Bewohner würden den Charakter dieses Viertels völlig verändern, erwartet Grote. Das Cremon-Projekt sei allerdings erst der Anfang. Bezirk und Senat wollen die City mit mehr neuen Wohnungen weiter beleben.