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Die Verkehrsleitzentrale der Hamburger Polizei ist rund um die Uhr besetzt.
Nach neun Monaten Bauzeit ist am Mittwoch die neue Verkehrsleitzentrale in Hamburg eingeweiht worden. Von der Zentrale aus können die Beamten nach Angaben der Polizei 1.752 Ampeln schalten. Mit 82 Videokameras beobachten sie den Verkehrsfluss, um bei einer größeren Störung eingreifen zu können.
Die alte Zentrale befand sich nach Angaben der Polizei auf dem Stand von 1999 und war damit veraltet. Sie wurde für rund sieben Millionen Euro modernisiert. Jetzt hat Hamburg den Angaben zufolge eine der modernsten Anlagen zum Verkehrsmanagement. Sie wurde von Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) und Innensenator Michael Neumann (SPD) in Betrieb gernommen.
Für die Hafenstadt als Drehscheibe im internationalen Warenverkehr sei ein funktionierender Verkehrsfluss von großer Bedeutung, hieß es. Die Verkehrswege seien regelmäßig ausgelastet, die Möglichkeiten zum Ausbau der Straßen aber beschränkt. Darum habe sich in den vergangenen Jahren der Trend zu intelligenten Verkehrssystemen beschleunigt.
Im vergangenen Jahr hatte die Leitstelle rund 88.000 Mal in Ampelschaltungen eingegriffen, um den Verkehr trotz Unfällen, Baustellen und Großveranstaltungen am Laufen zu halten. An die Autofahrer gingen 46.000 Verkehrsmeldungen mit Empfehlungen zu Umleitungen, die über die Medien veröffentlicht wurden. In der Verkehrsleitzentrale arbeiten 21 Beamte im Vier-Schicht-System rund um die Uhr.