Reinhard Postelt
Reinhard Postelt berichtet für NDR 90,3 über die Entwicklung der Hafencity. mehr
Luftbild des Überseequartiers in der Hamburger Hefencity: Im südlichen Teil (links) soll bald weiter gebaut werden.
In der Hamburger Hafencity kommt der seit Jahren stillstehende Bau des südlichen Überseequartiers endlich in Bewegung. Wie NDR 90,3 am Montag berichtete, soll nun zumindest die Wasserkante am Kreuzfahrtterminal bebaut werden. Offenbar überlegt zudem die Otto-Tochter ECE in das Projekt einzusteigen.
Das Überseequartier nennt sich selbst "Herz der Hafencity". Doch das Herz hat ein Loch, tausende Quadratmeter groß und acht Meter tief. Die Baugrube steht unter Wasser. Entenfamilien paddeln dort, wo eigentlich mehr als 100.000 Quadratmeter Läden und Büros stehen sollen. 600 Millionen Euro kostet der zweite Bauabschnitt. Die Investoren des Überseequartiers, darunter die angeschlagene ING Bank aus Amsterdam, können das Geld nicht aufbringen. Sie gehen nun zum Teil getrennte Wege.
Der Chef der städtischen Hafencity GmbH, Jürgen Bruns-Berentelg, nannte im Gespräch mit NDR 90,3 erstmals Einzelheiten des Millionen-Deals: "Zwei Gebäude direkt am Wasser und das Kreuzfahrtterminal werden separat von einem Investor entwickelt, damit dieser Teil vorgezogen werden kann." Damit bekommt Hamburgs Hafencity ein repräsentatives Terminal für Luxusliner. Baubeginn soll in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres sein.
Problematisch bleibt die Mitte der Baugrube: "Weil einer der Partner dort nicht mehr Einzelhandelsentwicklung betreibt, wird dort ein neuer Partner gesucht." Nach Informationen von NDR 90,3 führt ECE aus dem Otto-Konzern Gespräche mit dem Überseequartier. Der Hamburger Einkaufscenter-Betreiber wollte dies aber nicht bestätigen.