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Der Fußgängertunnel in Altona ist umstritten.
Die geplante Verschönerung des Fußgängertunnels am Altonaer Bahnhof droht zum Fiasko zu werden. Eine EU-Richtlinie fordert nämlich bei Sanierungsmaßnahmen flachere Rampen für Tunnel. Nach Informationen von NDR 90,3 würde die Rampe dann extrem teuer werden und die Große Bergstraße zerteilen. Mit dem schmuddeligen Tunnel unter der Max-Brauer-Allee haben Altonas Politiker also offenbar keine glückliche Hand. Erst vereinbarten sie die Schließung. Nun soll er bleiben und schöner werden - auch wegen des Ikea-Neubaus. Aber es gibt neue Probleme.
Im Tunnel haben sich viele Händler niedergelassen.
Ein Architekten-Wettbewerb ergab nach Informationen von NDR 90,3: Baut man den Tunnel um, muss man die Rampe auf sechs Prozent Gefälle abflachen. Die jetzigen acht Prozent verstoßen gegen die EU-Norm. Ein Umbau koste dann etwa eine Million Euro und bringe nur Ärger, sagt Klaus-Peter Sydow, Vorsitzender der "EinkaufsCity Altona". "Diese Rampe würde sich so weit verlängern, dass sie fast bis zur Schillerstraße reichen und die Große Bergstraße in zwei Teile teilen würde", sagte Sydow. Das mache die gerade wachsende Attraktivität der Großen Bergstraße wieder kaputt. Zudem sei die Rampen-Abflachung sinnlos.
Auf der anderen Seite des Fußgängertunnels ist eine noch steilere Rampe, die man nicht verändern kann. Darunter liegt der alte Schellfisch-Bahn-Tunnel. Sydow ist deshalb gegen einen Tunnelumbau: "Ich würde das als einen ganz großen Schildbürgerstreich betrachten. Man gibt viel Geld aus für etwas, was nicht nutzbar ist." Die Einzelhändler würden den Schmuddeltunnel sogar schließen. Am 20. Oktober entscheidet die Jury aus Bezirksamt und Politikern über den Architektenwettbewerb.