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Eine Skizze des neuen Park-and-Ride-Parkhauses am S-Bahnhof Poppenbüttel.
Nach jahrelangem Streit soll die Park-and Ride-Anlage im Hamburger Stadtteil Poppenbüttel jetzt für 7,2 Millionen Euro ausgebaut werden. SPD-Fraktionschef Andreas Dressel hat am Freitag die Einigung mit der Bürgerinitiative IGELS bekannt gegeben, wie NDR 90,3 berichtete.
Die Poppenbüttel-Posse um das Park-and-Ride-Parkhaus ist damit vorbei. Es gibt nun 230 zusätzliche Stellplätze. Erst waren Pläne geplatzt, das Parkhaus für 18 Millionen Euro zwischen den S-Bahn-Gleisen zu bauen. Dann sorgten Konzepte einer dreistöckigen Anlage für Anwohnerproteste.
Jens-Günter Lang, Chef der Park-and-Ride-Betriebsgesellschaft, sagte im Gespräch mit NDR 90,3: "Die Anlieger hatten natürlich damit Probleme, plötzlich vor ihren Haustüren ein 6,50 Meter hohes Gebäude zu haben. Wir haben deshalb entschieden, dass wir schlicht das oberste Geschoss weglassen." Weitere Pendler-Parkplätze entstehen daneben am Langenstücken, der zum Saseler Damm geöffnet wird. Zudem erhalten die Anwohner eine Lärmschutzmauer und Ersatz für gefällte Bäume.
Vermittelt hat das SPD-Fraktionschef Dressel: "Das ist ein gelungene Beispiel für Bürgerbeteiligung, dass man hier nicht vor Gericht aufeinander losgeht, sondern sich vorher einigt. Hier haben alle gewonnen: Die Anwohner, die Pendler und die Stadt."
Der Baubeginn ist für Ende des Jahres vorgesehen. Bereits in den nächsten Wochen wird die Fußgängerbrücke am Bahnhof Poppenbüttel eingehängt.