Verkehrsmeldungen aus Hamburg
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
In den vergangenen Jahren kam es am Rande des Schanzenfestes immer wieder zu Ausschreitungen.
Die Hamburger Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz am dritten August-Wochenende vor. Grund sind das Schanzenfest - bei dem es in der Vergangenheit regelmäßig zu Ausschreitungen kam - am 20. August und die Radsportveranstaltung Vattenfall Cyclassics am 21. August.
In einem polizeiinternen Schreiben, das NDR 90,3 vorliegt, heißt es, dass für dieses Wochenende mit einem "hohen Kräfteaufwand" gerechnet werden muss. Neben den erwarteten Ausschreitungen am Rande des Schanzenfestes fürchtet die Polizei, dass die Cyclassics wegen der Beteiligung des Sponsors Vattenfall an Atomkraftwerken von Demonstrationen begleitet werden könnten.
Deshalb fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) schon jetzt die Unterstützung von Polizisten aus anderen Bundesländern. Joachim Lenders, Landeschef der DPolG in Hamburg: "Man kann schon fast von einem polizeilichen Notstand sprechen, denn wir werden beide Einsatzlagen, die erheblichen Kräftebedarf hervorrufen, nicht allein mit Hamburger Kräften unter Kontrolle bringen." Die Lage sei nur mit mehreren Hundertschaften auswärtiger Bereitschaftspolizisten zu bewältigen.
Die Hamburger Polizisten seien mit mehr als 880.000 Überstunden bereits jetzt am Limit. Und mit rund 2.000 Einsatzkräften, wie bei den vorherigen Schanzenfesten, könne man das Wochenende nicht meistern, so Lenders. Das müssten schon erheblich mehr sein, so der DPolG-Landeschef.