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Hamburgs Gesundheitssenatorin hofft auf mehr Organspender in der Hansestadt.
In Hamburg werden im bundesweiten Vergleich die meisten Organe gespendet. Das berichtete NDR 90,3 am Donnerstag unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsbehörde. Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) appellierte an die Einwohner der Hansestadt, sich einen Organspendeausweis austellen zu lassen.
Insgesamt 195 Organe wurden im vergangenen Jahr in Hamburg verpflanzt. Entnommen wurden sie aus den Körpern von 61 Verstorbenen. Das klingt wenig, ist aber im Bundesvergleich viel. Pro Million Einwohner ist die Zahl der Hamburger Organspender doppelt so hoch wie im Bundes-Durchschnitt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde ist die Stadt damit sogar Spitzenreiter.
Prüfer-Storcks sieht darin ein ermutigendes Signal für die mehr als 200 Patienten, die derzeit in Hamburg auf ein Spenderorgan warten. "Wir müssen uns aber dafür stark machen, dass noch mehr Menschen bereit sind, ein Organ zu spenden" sagte Prüfer-Storcks NDR 90,3. Dazu gehört aus ihrer Sicht, dass ein entsprechendes Gesetz zügig verabschiedet wird. Dieses Gesetz sieht für jedes Krankenhaus mit einer Intensivstation einen Transplantationsbeauftragten vor. Dieser soll unter anderem Patienten über die Organspende aufklären und Transplantationen koordinieren. So sollen langfristig mehr Organspender gewonnen werden. Hamburger Kliniken haben diesen Posten bereits freiwillig eingerichtet.