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Hamburger Frachter versenkt indische Fregatte

Von einem brennenden Schiff im Hafen von Mumbai steigt Qualm auf.
Read more at: http://www.ndtv.com/album/detail/warship-on-fire-after-collision-9058/4?cp © ndtv.com Fotograf: ndtv.com Detailansicht des Bildes Auf der Fregatte "Vindhyagiri" brach nach der Kollision Feuer aus. (Foto: NDTV.com) Ein Hamburger Frachtschiff hat im Hafen von Mumbai eine Fregatte der indischen Marine versenkt. Die "Nordlake" der Reederei Klaus E. Oldendorff rammte das Kriegsschiff in einem engen Fahrwasser, wie NDR 90,3 am Mittwoch berichtete. Nach den bisherigen Ermittlungen wich die knapp 180 Meter lange "Nordlake" am Sonntag in Mumbai einem anderen Schiff aus und rammte dabei die indische Fregatte. An Bord des Kriegsschiffs brach ein Feuer aus. Erst nach mehreren Stunden war der Brand gelöscht - dann sank die Fregatte auf den Grund des Hafens von Mumbai. An Bord der "Vindhyagiri" hatten sich zum Zeitpunkt des Unglücks wegen einer Feier auch zahlreiche Familienmitglieder der Besatzung befunden, unter ihnen viele Kinder. Die Crew und ihre Gäste wurden gerettet.

Indische Marine: Noch nie Fregatte von zivilem Schiff versenkt

Rauch steigt nach dem Zusammenstoß zweier Schiffe im Hafen von Mumbai auf.
Read more at: http://www.ndtv.com/album/detail/warship-on-fire-after-collision-9058/4?cp © ndtv.com Fotograf: ndtv.com Detailansicht des Bildes Nachdem das Feuer gelöscht war, versank das indische Kriegsschiff im Hafenbecken. (Foto: NDTV.com) Die indische Marine bezeichnet den Untergang der "Vindhyagiri" dem Bericht zufolge als bisher größten Verlust in Friedenszeiten. Noch nie sei eine Fregatte von einem zivilen Schiff versenkt worden. Allerdings sollte die "Vindhyagiri" im kommenden Jahr ohnehin außer Dienst gestellt werden.

Die "Nordlake", die unter zypriotischer Flagge fährt, hat laut Germanischer Lloyd keine Schäden davongetragen, die ihre Seetüchtigkeit beeinträchtigten. "Wir sind froh, dass es nach bisherigen Erkenntnissen weder einen Umweltschaden noch Verletzte oder gar Tote gegeben hat", sagte der Geschäftsführer der Reederei Klaus E. Oldendorff, Peter Rybarczyk. Seinen Angaben zufolge fährt auf dem Frachter eine internationale Crew, deutsche Seeleute seien nicht an Bord. Weitere Angaben wollte Rybarczyk nicht machen. Es müsse erst abgewartet werden, was die nun angelaufenen Untersuchungen zu Ursache und Hergang der Havarie seitens der indischen Behörden, der Marine und der Versicherer ergeben.

Unglück von mehreren Menschen gefilmt

Die Behörden in Indien untersuchen, wie es zu der Kollision kam. Dazu werden einem Bericht des "Mumbai-Mirror" zufolge jetzt Videoaufnahmen von dem Unglück ausgewertet. Mehrere der zahlreichen Besucher an Bord der "Vindhyagiri" hätten den Zusammenstoß und die Minuten davor auf ihren Kameras festgehalten. Demnach fuhr die Fregatte hinter dem Frachter "Sea Eagle" her. Zwischen diesem Schiff und der entgegenkommenden "Nordlake" soll es Abstimmungsprobleme beim Ausweichen gegeben haben. Im Verlauf des Manövers rammte der Hamburger Frachter dann das Kriegsschiff.

Die indische Marine sagte der Zeitung, dass die gesunkene Fregatte nun gehoben werden soll, um sie anschließend ordnungsgemäß abwracken zu können.

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Autor
Dietrich Lehmann © Marco Maas / fotografirma.de Fotograf: Marco Maas
 

Dietrich Lehmann

Dietrich Lehmann berichtet für NDR 90,3 über maritime Themen. mehr

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Skyline von Mumbai © picture-alliance Fotograf: R. Kiedrowski
 
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Der Fernsehsender NDTV zeigt Aufnahmen der Kollision in Mumbai.

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