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Qualitätsprobleme bei Schweißnähten: Das Kraftwerk Moorburg geht später ans Netz.
Eigentlich sollte das umstrittene Kohlekraftwerk in Hamburg-Moorburg im kommenden Jahr anlaufen. Doch ob der erste Kessel tatsächlich 2012 und der zweite 2013 eingesetzt werden können, ist fraglich: Die beiden riesigen Stahlbehälter haben offenbar Risse. Der Energieversorger Vattenfall geht von einer Verzögerung von mindestens mehreren Monaten aus, wie NDR 90,3 am Sonntag berichtete.
Ein Sprecher des Energiekonzerns bestätigte einen Bericht von "Spiegel Online", demzufolge es Probleme mit den Schweißnähten der fast 100 Meter hohen Druckbehälter gebe. Die Untersuchungen seien angelaufen. Ob die Kessel überarbeitet werden können oder ausgetauscht werden müssen, stehe noch nicht fest. Auch woher die Defekte stammen, sei unklar.
Die Herstellerfirma Hitachi Power Europe GmbH hat für die Druckkessel einen neuen Hightech-Stahl mit der Bezeichnung T24 verwendet. Es wird spekuliert, dass der Stahl ein Reinigungsmittel nicht vertragen hat. Zur möglichen Schadenshöhe wollte sich Vattenfall nicht äußern. Die Kosten für eine monatelange Verzögerung und den möglichen Austausch der Kessel dürften aber in die Millionen gehen.
Nach Informationen von "Spiegel Online" sind neben Moorburg auch die neuen Anlagen in Duisburg, Boxberg und Wilhelmshaven betroffen.
Wie NDR 1 Niedersachsen dagegen am Montag berichtete, ist in dem Kohlekraftwerk in Wilhelmshaven die Panne nicht aufgetreten. Nach Angaben des Betreibers GDF Suez sei der Bau noch nicht soweit fortgeschritten, dass der Kessel eingebaut werden könne.