Verkehrsmeldungen aus Hamburg
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Fünf Prozent des Preises für eine Hotel-Übernachtung könnten künftig an die Stadt fließen.
Die Einführung einer "Kulturtaxe" rückt in Hamburg immer näher: Laut einer Umfrage ist die Mehrheit der Hotels in der Hansestadt gegen eine freiwillige Abgabe, die als Alternative gilt.
Die Handelskammer und der Hotel- und Gaststättenverband Hamburg (DEHOGA) befragten rund 390 Hotelbetriebe in der Stadt, ob sie freiwillig eine Abgabe für jede Übernachtung bezahlen würden - um somit eine vom Senat vorgeschriebene Bettensteuer zu vermeiden. Das Ergebnis ist klar: Gerade mal 82 zumeist mittelständische Hotels würden auch freiwillig zahlen. Die meisten Betriebe lehnen dies ab, wie NDR 90,3 berichtete.
Nun rechnen Handelskammer und DEHOGA damit, dass Hamburg im kommenden Jahr eine Pflicht-Kulturtaxe einführt. Die Verbände wollen nun schnell mit Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) sprechen, um den Schaden abzuwenden, der aus ihrer Sicht dem Tourismusstandort Hamburg blüht.
DEHOGA-Vorstandsmitglied Niklaus Kaiser von Rosenburg knüpfte in einem Gespräch mit NDR 90,3 die Einführung einer "Kulturtaxe" an einige Bedingungen: Das Geld dürfe nicht zum Stopfen irgendwelcher Haushaltslöcher benutzt werden, sondern müsse den Tourismus und die Kultur in Hamburg fördern. Außerdem sollten nicht nur Touristen, sondern auch Geschäftsleute die Abgabe bezahlen müssen, sagte Kaiser von Rosenburg.
Die Wirtschaftsbehörde hatte Anfang Oktober bekräftigt, an der Einführung einer Bettensteuer festzuhalten. Die Idee, nach der fünf Prozent des Preises für eine Hotel-Übernachtung an die Stadt fließen sollen, stammt noch vom schwarz-grünen Vorgängersenat. Die Stadt will damit jährlich bis zu 10 Millionen Euro einnehmen.