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Millionen-Investitionen in den Hamburger Hafen

Ein Mitarbeiter der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) geht auf dem Container-Terminal Burchardkai im Hamburger Hafen an Containern vorbei. © dpa Fotograf: Marcus Brandt Detailansicht des Bildes Bis zum Jahr 2025 könnte sich der Container-Umschlag im Hamburger Hafen laut Prognosen verdreifachen. Riesenschiffe und stark wachsende Umschlagzahlen stellen den Hamburger Hafen in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen. Die Hamburg Port Authority (HPA) will in diesem Jahr knapp 200 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur investieren, wie die Hafenverwaltung am Donnerstag mitteilte.

Hafen vor Weichenstellungen

Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) sagte, in den nächsten Monaten würden viele Entscheidungen anstehen, die für die Zukunft des Hafens entscheidende Weichen stellen. Dazu zählten die Einigung über die Elbvertiefung, der Hafenentwicklungsplan sowie verschiedene Verkehrs- und Infrastrukturprojekte. "Der Hafen ist nicht nur eine Attraktion für Touristen und Hamburger. Er ist auch das wirtschaftliche Herz dieser Stadt", sagte Horch. Prognosen zufolge wird der Hafen bis zum Jahr 2025 rund 25 Millionen Standardcontainer umschlagen, das sind dreimal so viel wie heute. Das Problem sei dabei weniger der Umschlag der Container auf den Hafenterminals, so Horch, sondern die Verkehrs-Infrastruktur. "Wir müssen die Güter hinein- und herausbekommen."

HPA hofft auf schnelle Elbvertiefung

Im Herbst wird im Hamburger Hafen das erste Schiff mit Platz für 16.000 Container erwartet. Derzeit haben die weltweit größten Frachter Platz für bis zu 14.000 Boxen. Der Erstanlauf des Neubaus wird bereits jetzt per Simulator geprobt, allerdings nicht mit voller Beladung. HPA-Chef Jens Meier sagte NDR 90,3: "Wir würden uns freuen, wenn wir möglichst zügig solche Schiffe auch voll beladen in den Hamburger Hafen reinbekommen." Deshalb hoffe er auf eine schnelle Fahrrinnenanpassung der Elbe. Laut Horch befindet sich der Senat mit den benachbarten Bundesländern in konstruktiven Gesprächen über die Elbvertiefung. Ein Einvernehmen soll Horch zufolge bis Ende März hergestellt sein. Dann könnten die Baggerarbeiten beginnen.

Köhlbrandbrücke: Überholverbot für Lkw

Gebaut werden soll aber auch innerhalb des Hafens. So soll die Nautischen Zentrale am Bubendeyweg umgebaut werden. Terminals und Lotsen, Schlepper und Festmacher sollen hier in einem System zusammengefasst werden. Außerdem will die HPA das Verkehrsleitsystem mit seinen elektronischen Anzeigetafeln erweitern. Bereits jetzt ist im Hafen zu erkennen, wo es auf den benachbarten Autobahnen Staus gibt. In diesem Jahr sind riesige Anzeigentafeln auch auf den Rastplätzen entlang der A1 und der A 7 geplant. Im Fall eines Staus können sich die Fahrer, die ihre Fahrzeuge in den Hafen steuern wollen, frühzeitig eine Ausweichroute suchen. Ab 30. Januar will die HPA ein Überholverbot für Lkw auf der Köhlbrandbrücke einrichten.

Neues Energiekonzept

Die HPA und die Wirtsschaftsbehörde arbeiten zudem an einem neuen Energiekonzept für den Hafen. Erklärtes Ziel von Wirtschaftssenator Horch ist es, alle großen Schiffe künftig umweltschonend mit Strom zu versorgen. Dabei ist an einen Mix aus Landstrom und Gasversorgung gedacht. In den kommenden Wochen sollen Einzelheiten des Energiekonzeptes vorgestellt werden.

Gegenwärtig finanziert Hamburg den Hafen-Ausbau noch aus den Erlösen aus der Teilprivatisierung des Umschlagunternehmens HHLA. Die sogenannte HHLA-Milliarde reicht noch ein bis zwei Jahre, danach werden jährlich 100 Millionen Euro aus dem Hamburger Haushalt sowie zusätzliche Bundesmittel bereitgestellt.

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Das britische Kreuzfahrtschiff "Queen Elizabeth" im Hamburger Hafen. © dpa-Bildfunk Fotograf: Christian Charisius
 

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