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Zu teuer: Aus für "Hamburg WG"

Der Hamburger Spielbudenplatz aus der Vogelperspektive. © NDR Fotograf: Heiko Block Detailansicht des Bildes Auf der Reeperbahn sollten vier junge Leute ein Jahr umsonst wohnen. Jetzt steigt die Stadt aus der "Hamburg WG" aus. Es sollte ein Marketing-Clou für die Hansestadt sein: Vier junge Menschen ziehen für ein Jahr kostenlos in eine 200 Quadratmeter große Wohnung direkt auf der Reeperbahn. Sie erhalten für ein Jahr bezahlte Jobs bei Hamburger Firmen und schreiben im Gegenzug auf Internetseiten wie Facebook und Twitter, was sie erleben, um "kreative Menschen für die Stadt zu begeistern".

"Großteil des Geldes schon geflossen"

Doch statt eines Imagegewinns für Hamburg gibt es nun einen Imagerverlust für die verantwortliche Hamburg Marketing Gesellschaft: Am Dienstag hat sie nach Informationen von NDR 90,3 beschlossen, sich aus dem Projekt zurückzuziehen. Mit knapp 300.000 Euro aus Steuergeldern hätte die Stadt einspringen müssen. So sei das Projekt der Öffentlichkeit nicht mehr vermittelbar gewesen, sagte der Geschäftsführer von Hamburg Marketing, Thorsten Kausch. "Aber eines ist klar: Es wird so sein, dass ein Großteil der Mittel schon geflossen ist."

Otto-Konzern verärgert

Der Hamburger Otto-Konzern, einer der privaten Partner des städtischen WG-Projektes, reagierte verärgert. Sprecher Thomas Voigt sagte "Man muss sich schon die Frage stellen, wie verlässlich Politik ist." Die Entscheidung mache traurig und nachdenklich. Der Otto-Konzern wolle seine Zusagen einhalten. Fraglich sei aber, ob das Projekt überhaupt noch irgendwie weiter geführt werden könne.

Kritik: "Spiel mit den Perspektiven junger Menschen"

Nicht nur wegen der hohen Kosten für die Stadt hatte es zuvor heftige Kritik gegeben. "Hamburg Marketing inszeniert hier einen absurden Wettbewerb und spielt mit den Perspektiven junger Menschen", hatte der Linken-Bürgerschaftsabgeordnete Norbert Hackbusch am Wochenende gesagt.

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Norbert Hackbusch, Die Linke © PublicAd Fotograf: Public Address
 

Kritik an "Hamburg WG"

Der Linken-Abgeordnete Norbert Hackbusch prangerte das Projekt an. (Meldung vom 13.08.2011) mehr