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Elbphilharmonie wegen Steuern noch teurer

Baustelle der Elbphilharmonie in Hamburg. © dpa Fotograf: Daniel Reinhardt Detailansicht des Bildes Der Konzern Hochtief soll künftig alle Risiken des Baus tragen. Die Stadt will nur noch als Bauherr auftreten. Vor gut zwei Wochen hat Hamburgs Senat sich mit dem Konzern Hochtief im Streit um den Bau der Elbphilharmonie geeinigt. Nun erklärte Senats-Sprecher Christoph Holstein NDR 90,3, im mit dem Essener Baukonzern vereinbarten Festpreis sei die Mehrwertsteuer nicht enthalten. Er reagierte damit auf einen Bericht im "Spiegel" (Montag). Das Magazin hatte geschrieben, dass es sich bei der Summe von 575 Millionen Euro um einen Nettopreis für die Fertigstellung der Elbphilharmonie handele. Hinzu komme aber noch die Umsatzsteuer von nominal 19 Prozent. Das Konzerthaus werde damit doch noch teurer.

Steuerliche Lage "sehr kompliziert"

Dass wegen der Steuern zusätzliche Kosten anfielen, sei dem Senat bekannt, sagte Holstein NDR 90,3. Während einer Pressekonferenz vor zwei Wochen nannte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD), angesprochen auf die steuerliche Belastung, allerdings keine genaue Zahl. Ein Sprecher der Hamburger Kulturbehörde erklärte nun im "Spiegel", zu erwarten seien Mehrkosten im "einstelligen Millionenbereich". Weil es sich bei der Betreibergesellschaft um eine gemeinnützige GmbH handele, sei die Berechnung der Steuern "sehr kompliziert". Nicht geklärt sei außerdem, wie das Finanzamt die Kosten einstufe.

Norbert Hackbusch, Haushaltsexperte der Linken-Bürgerschaftsfraktion, sieht das anders. Er bezieht sich im "Spiegel" auf frühere Steuer-Kalkulationen und rechnet mit deutlich höheren Mehrkosten: "Für die jetzt in der Festpreis-Vereinbarung genannten 198 Millionen Mehrkosten müssten bei gleichem Rechenmodus rund 27 Millionen veranschlagt werden."

Eröffnung im Frühjahr 2017

Die Elbphilharmonie wäre dann insgesamt mehr als 600 Millionen Euro teuer. Zu Baubeginn im Jahr 2001 sollte die Elbphilharmonie den Steuerzahler lediglich 77 Millionen Euro kosten und 2010 fertig sein. Beim Bau des Konzerthauses in der Hafencity gab es bisher viele Probleme und Verzögerungen - die Kosten explodierten. Hochtief soll die Elbphilharmonie nun im Sommer 2016 "schlüsselfertig" übergeben. Danach folgt noch die Bauabnahme. Die Eröffnung ist nun für das Frühjahr 2017 geplant.

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15.12.2012 | 19:30 Uhr
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Der Baukonzern soll das Konzerthaus auf eigenes Risiko fertigstellen.

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