Elbphilharmonie - Prestigeobjekt in der Hafencity
Hamburg baut sich mit der Elbphilharmonie ein neues Wahrzeichen - und das Konzerthaus wird immer teurer. Alles über Pläne und Baukosten bei NDR.de. mehr
Zuletzt wurde für die Eröffnung der Elbphilharmonie das Frühjahr 2016 genannt.
Im Streit über den Bau der Hamburger Elbphilharmonie will der SPD-Senat bis Weihnachten darüber entscheiden, wie es mit dem Projekt weitergehen soll. "Teuer wird es in jedem Fall, entweder allein oder mit Hochtief", sagte Bürgermeister Olaf Scholz am Sonnabend auf dem Hamburger SPD-Landesparteitag. Den Dilettantismus vom Anfang wolle die SPD-Regierung nicht fortsetzen. Das "verfahrene Projekt" werde mit "Ruhe, Klarheit und absoluter Entschiedenheit" in die Zukunft geführt. Das Gebäude werde aber mit Sicherheit fertiggestellt, so Scholz weiter.
Die Kosten für die Elbphilharmonie sind seit Jahren Streitthema zwischen der Stadt und dem Baukonzern Hochtief. Ursprünglich sollte die Elbphilharmonie 77 Millionen Euro kosten und 2010 fertiggestellt sein. Mittlerweile wurde die Summe deutlich nach oben korrigiert. Die Steuerzahler müssen demnach mindestens 323 Millionen Euro aufbringen, also mehr als viermal so viel. Doch das könnte immer noch nicht ausreichen. Inzwischen gibt es Schätzungen von 500 Millionen Euro. Zuletzt hieß es, dass das Frühjahr 2016 für die Eröffnung des Prestigeobjektes angepeilt werde.
Einer der Hauptstreitpunkte war die Statik des Daches des Konzerthauses. Um diese zu gewährleisten, musste das 2.000 Tonnen schwere Saaldach abgesenkt werden. Das ist mittlerweile geschehen, dennoch führte diese heikle Aktion zu einem mehr als einjährigen Baustillstand.