Stand: 07.08.2011 16:53 Uhr
Bunt und schrill: 200.000 Menschen feiern CSD
Es ist wohl Hamburgs schrillste Party: Mehr als 200.000 Menschen haben am Wochenende in der Hansestadt den 31. Christopher Street Day gefeiert. Höhepunkt war die Parade der Schwulen und Lesben am Sonnabend. Darüber hinaus gab es ein buntes Straßenfest rund um die Binnenalster.
Schräge Parade durch die Innenstadt
Auch ein heftiger Wolkenbruch konnte den Teilnehmern der bunten Karawane am Sonnabend nicht die Laune verhageln. Der eine oder andere Musik-Truck musste allerdings stumm bleiben, weil die Regenmassen die Musikanlage geflutet hatten. Auf oder neben den insgesamt gut 20 Trucks waren am Sonnabend etwa 10.000 Lesben, Schwule und Transvestiten unterwegs. Rund 90.000 Besucher beobachteten das Spektakel vom Straßenrand aus.
Die schönsten Bilder der CSD-Parade 2011
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Diese Herren setzten ganz auf die Farbe pink, um bei der CSD-Parade 2011 in Hamburg aufzufallen. Die Truppe hat sich auch einen Namen gegeben: die "Pink Luftballon-Ladys".
Auch dieses Outfit ist ein Hingucker - und empfiehlt sich nicht unbedingt für den Büroalltag.
Die Kostüm-Farbe und das Augen-Make-up dieses Herren legen nahe, dass er aus den Niederlanden angereist ist.
Unter Fußballern gibt es auch Homosexuelle. Das ist die Botschaft dieser Truppe.
Zehntausende Zuschauer am Straßenrand hatten ihre Freude an der Parade.
Durfte natürlich nicht fehlen: Hamburgs Travestie-Star Olivia Jones. Aus der Menge gab es "Olivia,Olivia!"-Rufe.
"Olaf, Olaf!"-Rufe aus den Zuschauer-Reihen sind hingegen nicht überliefert. Aber Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (Mitte) hatte immerhin unter den Teilnehmern der Parade seine Fans.
Indisch, schottisch oder einfach nur fantasievoll? Manche Kostüme waren schwer zuzuordnen.
Dieses Outifit kann als allwettertauglich gelten: Bei Regen wird nicht viel Kleidung nass, bei Sonne wird den Herren nicht zu warm.
Die Parade bot eine gute Gelegenheit, mal wieder die Verkleidung als rosa-weiße Fee aus dem Schrank zu holen.
Der Ritter und seine Dame gingen den ganzen Weg mit - von der Langen Reihe am Hauptbahnhof bis zum Jungfernstieg.
Diese Damen nahmen das diesjährige Motto des Christopher Street Days auf: "Trau dich! Zeig dich! Out ist in!"
Manche nutzten die Parade, um ihre Vorliebe für Rollenspiele in der Öffentlichkeit zu zeigen.
Ein Körbchen voller guter Gaben - für die Zuschauer gab es Gummibärchen, Bonbons und Kondome.
Einige Gruppen warben für ein offenes homosexuelles Leben in der Stadt.
Dieser schwule Männerchor sorgte mit seiner Choreographie für Schwung auf der Parade.
Diese Damen haben offenbar bei ihrem Outing gute Erfahrungen gemacht.
Was würde Oma wohl zu dieser Garderobe sagen?
Aber auch unter den Zuschauern am Straßenrand gab es manch schräges Kostüm zu bewundern.
Ziel der Parade war die Binnenalster, wo die Party weiterging.
Ziel der Parade war die Binnenalster, wo die Party weiterging.
Viele kamen in ausgefallenen Outfits zu der Parade. Flügel, Lack oder hochhackige Schuhe - getragen wurde, was gefällt. Doch hinter all dem Glanz und Glamour steckte auch eine ernste Botschaft. Das diesjährige Motto "Trau Dich! Zeig Dich! Out ist in" soll sowohl jüngere als auch ältere Besucher motivieren, sich zu ihrer sexuellen Identität zu bekennen. Zu den zentralen Forderungen der Veranstalter gehören zudem die vollständige rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und ein Verbot der Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung im Grundgesetz.
Gleichstellungssenatorin Jana Schiedek (SPD) hatte bereits am Donnerstag die Regenbogenflagge am Hamburger Rathaus gehisst. "Damit zeigen wir Flagge für die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben", sagte die Senatorin.
Erster CSD in Hamburg 1980
Der CSD geht auf Vorfälle am 28. Juni 1969 in New York zurück. Nach einer Razzia der Polizei in einer Szenebar kam es damals zum Aufstand von Schwulen und Lesben in der Christopher Street. 1980 gab es erstmals einen CSD in Hamburg.
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Mehr als 10.000 Homo-, Bi- und Transsexuelle feierten 2010 in der Hansestadt zum 30. Mal ein buntes Fest. Motto: "Gleiche Rechte statt Blumen!"
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