AKTUELLES AUS DER REGION
 

Container-Rohrpost: Mega-Projekt vor dem Aus

Container werden am Terminal Altenwerder der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) im Hamburger Hafen umgeschlagen. © dpa Fotograf: Christian Charisius Detailansicht des Bildes 1,6 Milliarden Euro soll es kosten, einen Teil des Containerverkehrs im Hamburger Hafen unter die Erde zu verlegen. Hunderte Lkw rollen jeden Tag durch Hamburgs Hafen. Sie transportieren Frachtcontainer zwischen den Terminals, dem Güterbahnhof Maschen und einem Umschlagplatz für Lastwagen südlich von Hamburg. Der enorme Lkw-Verkehr verursacht jeden Tag Lärm, Dreck und Staus. Um das Verkehrschaos im Hafen in den Griff zu bekommen, wurden in Hamburg ambitionierte Pläne geschmiedet: "Container and underground" - in Zukunft sollten demnach Container über ein 75 Kilometer langes Tunnelsystem unter dem Hafen befördert werden. Eine Art Container-Rohrpost sollte entstehen. Auf 1,6 Milliarden Euro wurden die Investitionskosten für das Projekt geschätzt. Doch nun drohen die Pläne zu scheitern, wie NDR 90,3 am Freitag berichtete.

Kein Geld für Machbarkeitsstudie

Drei Millionen Euro wären nötig, um die wirtschaftliche Machbarkeit und die Streckenführung für "Container and underground" zu untersuchen. Doch der TÜV Rheinland und das Bundesverkehrsministerium würden es ablehnen, sich daran zu beteiligen, sagte Schleswig-Holsteins früherer Wirtschaftsminister Werner Marnette. Er hatte das Projekt Container-Rohrpost vor rund einem Jahr angeschoben. Nun gebe es kaum noch Aussichten, das System für den Hamburger Hafen weiter zu entwickeln, sagte Marnette. "Auch maßgebliche Teile der Hamburger Hafenwirtschaft waren nur zurückhaltend bereit, das Projekt zu begleiten". Im Kreis Harburg war das Projekt auch auf Widerstand von Bürgerinitiativen gestoßen. Die Anwohner befürchteten, dass die Region zu einem gewaltigen Gewerbegebiet ausgebaut werden könnte.

Bis zu zwei Millionen Lkw-Fahrten pro Jahr sollten in Hamburg durch den Container-Transport in den Tunneln eingespart werden. Er wolle jetzt nach Kunden in anderen Häfen suchen, auch außerhalb Europas, sagte Marnette.

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Der Freihafenzaun verläuft auf dem Kleinen Grasbrook zwischen dem Deich und der Harburger Chaussee. © NDR Fotograf: Daniel Sprenger
 

Zukunft ohne Zollzaun: Freihafen verschwindet

Nach 124 Jahren steht das Ende des Hamburger Freihafens bevor. Ab Neujahr entfallen die Kontrollen an den Grenzstationen. So mancher Zollmitarbeiter freut sich darauf. mehr

Die "Marco Polo" am Burchardkai in Hamburg. © NDR.de Fotograf: Florian Wöhrle
 

Container-Riese erreicht den Hamburger Hafen

Mit einem komplizierten Manöver ist das größte Containerschiff der Welt im Hamburger Hafen eingelaufen. Der fast 400 Meter lange Koloss kommt jetzt häufiger in die Hansestadt. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | 90,3 Aktuell | 28.12.2012 | 11:00 Uhr

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Ein Lkw und ein Auto fahren an einer LED-Anzeigetafel im Hamburger Hafengebiet vorbei. © HPA Fotograf: HPA/Sebastian Engels
 

Verkehrsleitsystem im Hafen wird ausgebaut

Lkw-Fahrer erhalten Stau- und Verkehrsdaten aus der Metropolregion künftig direkt ins Fahrerhaus. (Meldung vom 11.09.2012) mehr


Gigantisches Tunnelsystem für Hamburgs Hafen?

Bereits in den kommenden Monaten sollen die Planungen für das Projekt beginnen. (Meldung vom 02.09.2011) mehr

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Containerumschlag im Hamburger Hafen, im Hintergrund die Köhlbrandbrücke © dpa
 
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Wie geht es weiter im Hafen?

20.12.2012 | 19:30 Uhr
NDR Fernsehen: Hamburg Journal

Wegen der Schifffahrtskrise muss sich die Stadt ständig neu positionieren.

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Zwei Seilbahn-Gondeln schweben über die Elbe, im Hintergrund die Elbphilharmonie (Animation). © Leitner ropeways Fotograf: Leitner ropeways
 

Hat neue Seilbahn-Route mehr Chancen?

Ein Südtiroler Unternehmen plant eine Verbindung von der Hafencity zum Musical-Zelt. mehr