Fall Chantal: Was geschah wann?
Der Methadon-Tod einer Elfjährigen in Hamburg-Wilhelmsburg wirft Fragen auf. Offenbar haben die Behörden versagt. Eine Chronologie. mehr
Die elfjährige Chantal war an einer Überdosis Methadon gestorben.
Der Tod der elfjährigen Chantal aus Wilhelmsburg Mitte Januar hat Konsequenzen für die Hamburger Jugendämter. Die Sozialbehörde hat eine spezielle Kontrollstelle eingerichtet, die zukünftig die Arbeit von Jugendämtern und sozialen Diensten verstärkt beobachten soll. Damit reagiert die Behörde auf Versäumnisse, die offenbar zu dem Tod der Elfjährigen geführt haben.
Ab Januar sollen Mitarbeiter der Kontrollstelle, einer unabhänigen Jugendhilfe-Inspektion, unangekündigte Besuche in Jugendämtern durchführen. Bei "besonders risikoreichen Fällen" sei auch eine Akteneinsicht möglich, um Amtsabläufe künftig besser überprüfen zu können, sagte Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) am Mittwoch bei einer Sitzung des Sonderausschusses Chantal. Zudem könne die Inspektion schnell eingreifen, sollte das Wohl eines Kindes gefährdet sein. Die Sozialbehörde erhoffe sich mit der Neuerung eine Verbesserung des Systems, sagte Scheele.
Chantal stand unter der Aufsicht des Jugendamtes Hamburg-Mitte.
Die Hamburger Christdemokraten sehen in der Einrichtung der Inspektion einen Fortschritt: Die Gruppe werde eingesetzt, damit sich ein Fall Chantal nicht wiederhole, erklärte Christoph de Vries (CDU). Christiane Blömeke (Grüne) sieht die Einführung der Inspektion dagegen kritisch: "Es fehlt ein Gesamtkonzept für das Qualitätsmanagement. Es wäre viel wichtiger, die sozialen Fachkräfte besser zu qualifizieren", sagte Blömeke.
Die elfjährige Chantal war bei drogensüchtigen Pflegeeltern untergebracht. Sie stand unter der Aufsicht des Jugendamtes Hamburg-Mitte. Das Mädchen war Mitte Januar an einer Überdosis der Ersatzdroge Methadon gestorben. Jugendämter und Sozialbehörde gerieten daraufhin wegen Versäumnissen, Fehleinschätzungen und weiteren staatlichen Pannen in die Kritik.
Verantwortung ?
Hat Frau Wolters irgendeine Verantwortung zu tragen ?. Sie bekommt weiter ihr Beamtengehalt. [mehr]
Der Fisch stinkt vom Kopfe aus.
Kontrolle ist gut, besser und ökonomischer ist sicherlich das Wissen um die vielfältigen Aufgaben des ASD, von denen einige sicherlich von Verwaltungskräften übernommen werden könnten, um den... [mehr]