Die rechte Szene in Norddeutschland
Seit den Morden der "Zwickauer Zelle" ahnen wir: Die rechtsradikalen Kräfte könnten noch viel gefährlicher sein als befürchtet. NDR und Radio Bremen beleuchten die rechte Szene. mehr
Bei der Einweihung dieses Mahnmals kam es zu dem gewalttätigen Übergriff.
Nach dem Angriff auf Ehrengäste einer Gedenkfeier für NS-Zwangsarbeiter in Hamburg-Bergedorf ist der mutmaßliche Täter in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden. Das teilte die Polizei am Sonnabend mit. Am Freitagnachmittag hatte der Mann Angehörige polnischer Zwangsarbeiter bei der Enthüllung eines Mahnmals mit Pfefferspray bespritzt. Acht Menschen wurden verletzt. Die rund 200 Besucher der Veranstaltung waren geschockt. Der Täter konnte überwältigt werden.
Bei dem Angreifer handelt es sich der Polizei zufolge um einen 41-Jährigen. Er soll im Frühjahr verurteilt worden sein, weil er rechtsextreme Propaganda verschickt hatte, wie NDR 90,3 berichtete. Laut Polizei handelt es sich nicht um einen stadtbekannten Neonazi.
Bergedorfs Bezirkschef Arne Dornquast (SPD) äußerte sich geschockt über die Tat: "Eine solche Attacke bei diesem Anlass macht mich fassungslos", sagte er. Der polnische Künstler Jan de Weryha, der das Mahnmal gestaltet hatte, war geschockt. Er befürchte ein weiteres Trauma bei den Nachkommen der Zwangsarbeiter. Auch Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) äußerte sich tief betroffen über die Attacke. "Was der wirre Täter unseren Gästen angetan hat, ist schlimm. Ich hoffe, dass alle schnell über den Schrecken hinwegkommen", sagte er der "Bild"-Zeitung. Die Gedenkstunde war nach der Versorgung der Verletzten fortgesetzt worden.
In Bergedorf waren Tausende Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Häftlinge des KZ Neuengamme, darunter auch Kinder, zur Sicherung der Kriegsproduktion eingesetzt worden. Die Gedenk-Stele am Schleusengraben soll an das Unrecht erinnern, das ihnen angetan wurde.
Es ist doch eigentlich klar, dass die Staatsanwaltschaft solche und andere "rechte Taten" lieber als Aktion eines geistig Verwirrten darstellt und behandelt, als dies als das zu sehen, was es ist -... [mehr]
sehr gut gelöst
ich beglückwünsche die staatsanwaltschft für ihr schnelles eingreifen um unseren volksgenossen vor strafverfolgung zu schützen. sarkasmus ist das einzigste was mich noch aufrecht hält. wieso wird... [mehr]
..., dass unsere heutige furchtbare Justiz den Täter ungeschoren davon kommen lassen wird! [mehr]
Ich kann mich nur Ihrer Meinung anschließen!! [mehr]
Schande
Die verletzten Gäste waren ehemalige Zwangsarbeiter und ihre Angehörigen, die für eine Woche nach Hamburg eingeladen waren und hier eine schöne Zeit verbringen sollten. Es ist eine Schande. [mehr]