Der Hamburger Hafen
Mehr als Container und Warenumschlag - ein Blick hinter die Kulissen. mehr
Um 20.40 Uhr knallte die Champagnerflasche gegen den Rumpf der "Alexander von Humboldt". Das derzeit größte Containerschiff der Welt ist am Donnerstagabend in Hamburg getauft worden. Taufpatin des Container-Riesen ist Dorothee Stapelfeldt (SPD), Zweite Bürgermeisterin der Hansestadt und Wissenschaftssenatorin. Die feierliche Zeremonie mit Hunderten Gästen fand am Containerterminal Burchardkai gegenüber des Museumshafens Oevelgönne statt. Der Abend endete mit einem Feuerwerk über dem Hamburger Hafen.
Nach der Champagnerdusche ein Konfettiregen - die "Alexander von Humboldt" hat offiziell ihren Namen erhalten.
Der Containerfrachter der französischen Reederei CMA CGM hatte am Dienstag im Waltershofer Hafen angelegt. Er ist ein Schwesterschiff der "Marco Polo", die im Dezember erstmals in Hamburg festmachte. In der kommenden Woche wird in Marseille noch ein weiteres Schwesterschiff getauft: die "Jules Verne", die Mitte Juni erstmals in Hamburg erwartet wird. Alle drei Schiffe fassen rund 16.000 Container, sind 396 Meter lang und 54 Meter breit. Die stählernen Giganten werden im Pendelverkehr zwischen Ostasien und Europa eingesetzt. Zu ihren routinemäßigen Stopps gehören Hamburg und Bremerhaven.
Bereits in wenigen Wochen werden die "Alexander von Humboldt" und ihre Schwesterschiffe allerdings als Rekordhalter der Weltmeere abgelöst. Die dänische Reederei Maersk erhält Ende Juni den ersten Neubau seiner "Triple E"-Klasse. Die Schiffe dieser Baureihe können 18.000 Container laden und werden 400 Meter lang sein.
Die "Alexander von Humboldt" ist im Hamburger Hafen getauft worden. Etwa dreihundert Gäste feierten das Zeremoniell und den Taufspruch von Hamburgs Zweiter Bürgermeisterin Dorothee Stapelfeldt.
Jacques R. Saadé, Chef der Reederei CMA CMG, sprach sich in seiner Rede für eine Elbvertiefung aus.
In Hamburg war die Taufe der "Alexander von Humboldt" wegen der Konflikte um die von Umweltschützern vehement bekämpfte Elbvertiefung auch ein Politikum. Die in einem Aktionsbündnis zusammengeschlossenen Organisationen WWF, NABU und BUND kritisierten das Ereignis als "großes PR-Spektakel" für das umstrittene Großprojekt und sprachen von "schwimmendem Größenwahn". Bei der Feierstunde, zu der auch der Chef der Reederei CMA CGM, Jacques R. Saadé, aus Frankreich angereist war, war die Elbvertiefung dann auch ein Thema. Saadé betonte in seiner Begrüßungsrede, dass er große Hoffnung auf das Projekt setze. Schiffe wie die "Alexander von Humboldt" könnten Hamburg derzeit nur mit deutlich weniger Containern anfahren als möglich.
Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) zeigte sich zuversichtlich, dass die Elbvertiefung bald kommen werde. Sie sei wichtig für die Zukunft des Hamburger Hafens.
Dorothee Stapelfeldt bezeichnete die Taufe als "starkes Zeichen" der Reederei CMA CGM.
Stapelfeldt bezeichnete die Taufe als ganz starkes Zeichen, dass "diese große Reederei Hamburg und der HHLA vertraut und auch auf die Weiterentwicklung des Standortes setzt - mit einem Schiff, das 16.000 Container fasst".
Zuvor hatte sich bereits einer der Kapitäne der "Alexander von Humboldt" für die Vertiefung ausgesprochen. "Die Hamburger Elbe muss dringend vertieft und verbreitert werden. Wir benötigen acht Stunden, um im Hafen anzukommen. Das bringt die Dinge ins Stocken", sagte Zlatko Kapovic.
Bei der Elbvertiefung soll die Fahrrinne ausgebaggert werden, damit auch die größeren Containerschiffe der neueren Generationen den Hamburger Hafen künftig bei Niedrigwasser möglichst voll beladen anlaufen können. Die Maßnahme ist wegen ihrer möglichen ökologischen Auswirkungen aber umstritten. Umweltschützer fordern einen Verzicht.
Und bei 25.000 Containern ?
Wenn die ansteigenden Grösse der Containerschiffe anhält ist man bald bei 450 m Länge, 25.000 Containern und 60 m Breite sowie 25 m nötiger Tiefe der Fahrrinne. Das kann schon wegen des Elbtunnels... [mehr]
Wilhelmshaven....
wird keine Konkurrenz sein. Fakt ist, dass der JWP nur per Autobahn A29 angebunden ist. Per Bahn wurde ein Ausbau begonnen, aber immer noch ist es auf Jahre in der Ortschaft Sande eine eingleisige... [mehr]
So ein Schiff
So ein Schiff zu torpedieren, lohnt sich richtig. [mehr]
Sie wissen bestimmt, dass die Aussage über Apple auch auf andere Tech-Firmen (Samsung, Sony, LG, ...) zutrifft. Zum Thema: Der Umweltschutz sollte global vorgenommen werden. In diese Bilanz muss... [mehr]
Unfug
Das ist totaler Unfug. Moderne Containerschiffe sind darauf ausgelegt so viele Container zu tragen, wie möglich. Das ist doch eine ganz einfache Rechnung. Die 16000er habe etwa die gleiche... [mehr]