Verkehrsmeldungen aus Hamburg
Staus, Baustellen, Gefahrenhinweise - die aktuelle Verkehrslage mehr
Vom Hamburger Flughafen werden Flüchtlinge aus ganz Norddeutschland abgeschoben.
Vom Hamburger Flughafen wurden im vergangenen Jahr mehr als 750 Ausländer abgeschoben. Das geht aus dem ersten Jahresbericht der Abschiebebeobachterin Astrid Schukat hervor, der NDR 90,3 vorliegt. Sie hat in ihrem Bericht 322 Einzelschicksale dokumentiert. Das sind 40 Prozent aller Abschiebungen.
Schukat beobachtet seit Anfang Januar 2010 für die Nordelbische Kirche das Geschehen. Aus ganz Norddeutschland werden Flüchtlinge nach Hamburg gebracht, um sie entweder in ihre Heimatländer oder in ein europäisches EU-Land zurück zu schicken.
In ihrer Jahresbilanz bemängelt Schukat, dass Menschen oft mittellos ins Flugzeug gesetzt werden und Dokumente unterschreiben müssen, die sie nicht verstehen. Auch kritisiert sie eine fehlende Sensibilität bei einzelnen Bundesbeamten. Schukat fordert neben einer Schulung für Beamte auch ein Handgeld von 50 bis 100 Euro für die Flüchtlinge. Ein solches geben Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland den Flüchtlingen mit.
Trotz aller Kritik zieht die Abschiebebeobachterin insgesamt ein positives Fazit. Die Zusammenarbeit mit den Behörden verlaufe konstruktiv und schaffe Transparenz. An bundesweit drei Flughäfen dokumentieren Abschiebebeobachter die Praxis der staatlichen Stellen.