Schwerer Crash auf der Autobahn: Ein Feuerwehrwagen ist an die Unfallstelle herangefahren, ein Rettungshubschrauber für Schwerverletzte steht bereit. Die Feuerwehr wird allein in Hamburg rund 20.000 Mal pro Jahr zu Autounfällen und ähnlichen Hilfseinsätzen gerufen.
Als Erstes müssen die Einsatzkräfte sicherstellen, dass die Schäden nicht noch größer werden. Hier ist ein umgestürzter Lkw in Brand geraten. Feuerwehrleute besprühen das Wrack mit Schaum. Zum Schutz vor giftigen Dämpfen tragen sie Atemmasken.
An dem Unfall sind weitere Fahrzeuge beteiligt. Die Feuerwehrleute haben ein Hydraulik-Aggregat aufgestellt. Dieser Ölkompressor treibt die wichtigsten Rettungsgeräte der Mannschaft an.
Mit einem Hydraulik-Spreizer können die Feuerwehrleute verklemmte Autotüren aufbrechen. Das Gerät gibt es in ganz unterschiedlichen Größen. Damit kommen die Helfer in kleine Spalten, sie können aber auch dickste Stahlbleche aufbiegen.
Die Rettungsschere ist so stark, dass damit die Fahrzeugsäulen eines Pkw durchtrennnt werden können. Dabei arbeitet das hydraulische Gerät leise und erschütterungsfrei - das ist wichtig, um eingeklemmte Verletzte nicht zu gefährden.
Bei dieser Übung demonstriert ein Feuerwehrmann das Aufsägen einer Pkw-Frontscheibe. Der gelbe "Glasmaster" ist eine rein manuelle Handsäge. Der Fachmann hat die Scheibe in weniger als einer Minute heraus.
Der Verletzte ist aus dem Autowrack gerettet. Feuerwehrleute legen den Mann auf eine Trage, dann übernehmen Sanitäter und Notärzte bei dieser Übung die weitere Versorgung.
Um das Opfer gegen Auskühlung zu schützen, hüllen die Sanitäter den Mann in eine Thermodecke. Solche Rettungsdecken sind mit Aluminium und einem speziellen Kunststoff beschichtet. Sie gehören auch in jeden Erste-Hilfe-Koffer im Auto.
Damit die Sanitäter und Ärzte in Ruhe arbeiten können, schützen Feuerwehrleute den Bereich vor den Blicken anderer Beteiligter. Immer wieder müssen die Einsatzkräfte Gaffer ermahnen, die Retter nicht bei der Arbeit zu behindern.
Wie konnte es zu dem Unglück kommen? Noch während sich Sanitäter um die Geretteten kümmern und Feuerwehrleute den Unfallort reinigen, sichern Polizisten Spuren und versuchen den Hergang zu ermitteln.
Zur Ausrüstung der Feuerwehr gehören auch starke Scheinwerfer. Damit wird die Unfallstelle beleuchtet. Den Strom liefern die Diesel-Aggregate der Feuerwehrfahrzeuge.
Um Ölspuren auf der Fahrbahn zu beseitigen, nutzen die Helfer ein Bindemitttel. Je stärker der Wind an der Unfallstelle ist, desto grobkörniger muss das Mittel sein, damit es nicht wegweht. Wenn alles Öl aufgesogen ist, wird das Bindemittel aufgefegt.
Die Einsatzkräfte lagern ihr Werkzeug am Unfallort auf grellfarbenen Kunststoffdecken. So sind auch bei Dunkelheit alle Hilfsmittel rasch wieder bei der Hand.
In der Flotte der Feuerwehr gibt es Fahrzeuge mit kräftigen Kränen. In diesem Fall sind selbst diese Spezialgeräte überfordert. Ein Schwerlastkran muss den umgestürzten Lastwagen von der Autobahn hieven.
Bei dieser Unfall-Übung brauchen die Einsatzkräfte spezielles Gerät. Im Heidkopftunnel ist ein Gefahrgut-Transport verunglückt, so das Szenario. Die Feuerwehrleute tragen Vollschutzanzüge, die sie vor Chemikalien, Viren und Strahlung bewahren. Ein "Opfer" wird per Schleifkorbtrage gerettet.
Auch bei diesem Unfalll müssen die Feuerwehrleute Chemikalienschutzanzüge tragen. Die Arbeit in den Anzügen ist sehr anstrengend. Die Einsatzkräfte tragen darunter Pressluft-Atemmasken, um von der Außenluft unabhängig zu sein.
Bei diesem Unglück wird von den Feuerwehr- und THW-Leuten voller Körpereinsatz verlangt. Auf der Ostsee-Insel Rügen ist ein Teil der Steilküste abgerutscht. Unter Tonnen von Geröll und Sand liegt ein verschüttetes Mädchen.
Mit Spitzhacke, Schaufel und Spaten arbeiten sich die Helfer voran. Sie sind tagelang im Einsatz. Für die Retter ist es knochenharte Arbeit und eine große psychische Belastung. Sie wissen, dass sie das kleine Mädchen nur noch tot bergen können.
Manche Einsätze bringen sogar routinierte Retter an ihre Grenzen. Schwere Unfälle mit vielen Opfern können traumatische Ereignisse sein. Die Kirchen haben spezielle "Feuerwehrseelsorger" ausgebildet, die nach solchen Einsätzen den Helfern helfen.